Hamburg Florian David Fitz und die Liebe: „Ich habe in meinem Leben nichts ausgelassen“
Im Interview über seinen Film „Oskars Kleid“ diskutiert Florian David Fitz neue Forderungen an queere Filme sowie Alice Schwarzers Trans-Skepsis und macht Andeutungen über sein bislang völlig geheimes Intimleben.
Was soll man als Elternteil tun, wenn der eigene Sohn in einem Kleid vor einem steht und sagt: „Ich möchte kein Junge mehr sein?“ Im Film „Oskars Kleid“ spielt Florian David Fitz die Rolle von Ben, ein Familienvater – geschieden, Polizist, Alkoholiker. Er ringt damit, dass sein Sohn Oskar fortan Lili heißen möchte. Was folgt, sind Familienkonflikte und Identitätskrisen.
Florian David Fitz hat das Drehbuch zum Film geschrieben, Regie führte Hüseyin Tabak. Es verwundert, dass ausgerechnet Trans-Skeptikerin Alice Schwarzer Fitz auf die Idee zu „Oskars Kleid“ gebracht haben soll. Der 48-Jährige erzählt, wie es dazu kam, ob er mit 15 Jahren andere Menschen begehrt hat als heute – und welche Szene aus dem Film rausgeschnitten wurde.
Hier können Sie den Trailer zu „Oskars Kleid“ anschauen – ab dem 22.12.2022 in deutschen Kinos:
Frage: Herr Fitz, Sie scheinen auf den ersten Blick ein freundlicher Mensch zu sein. Im Film spielen Sie jedoch einen Alkoholiker, der im Suff aggressiv wird. Haben Sie sich schon mal geprügelt?
Antwort: Ich habe das immer vermieden, wie der Teufel das Weihwasser. Aber mir ist aufgefallen: Als ich älter wurde, ist mir schneller mal die Hutschnur geplatzt. Wahrscheinlich ist das bei Männern einfach so: Man ist so wütend, dass diese Wut rausmuss. Früher konnte ich mir es nicht vorstellen, mich zu prügeln. Heute schon. Aber habe ich mich schon oft geprügelt? Nein. Das liegt aber auch daran, dass ich nicht so viel saufe.
Frage: Ihre Figur, der Vater Ben, hat nicht nur Probleme mit einem Trans-Kind, er ist auch noch Polizist und lebt in Bayern. Inwiefern ist es okay, in so einem Film Klischees zu bedienen?
Antwort: Das mit dem Klischee würde ich auseinandernehmen. In dem Film entdeckt man Sachen, die man bei Ben anfangs nicht erwartet hätte. Du denkst die ganze Zeit, er ist eine deutsche Kartoffel und plötzlich kommt er aus einem jüdischen Elternhaus und versucht das zu verdrängen. Und dass Polizisten eher eine männlich konnotierte Welt sind, in der du mit männlichen Stereotypen arbeitest – das wissen wir, glaube ich, alle. Selbst die Mädels, die dort mitmachen, haben sich sehr an eine männliche Welt angepasst.
Antwort: Für uns war es wichtig, dass Oskar in einer Welt aufwächst, die eher männlich konnotiert ist. Das ist der interessantere Film als zu sagen: Wir machen jetzt eine Ballettschule auf und dann kommt Oskar hereingeschneit. Es ist viel spannender, Männlichkeit zu hinterfragen.
Frage: Als Sie gerade taffe Polizistinnen erwähnt haben, kam der Gedanke: Oh je, was sagt er jetzt? Gerade bei Interviews ist es doch schwer, in keine Falle zu tappen. Wie leicht fällt es Ihnen, über Genderfragen zu sprechen?
Antwort: Was wäre denn die Falle gewesen? Dass die Mädels bei der Polizei nicht taff sein müssen?
Frage: Sie haben nicht taff gesagt, sondern dass dieser Beruf eher männlich konnotiert ist.
Antwort: Wir können natürlich nun die Grundsätze aufdröseln, was archetypisch männlich und was weiblich konnotiert ist. Das machen wir gerade schon als Gesellschaft: Wir hinterfragen, was man wie ausdrückt und ob das tatsächlich stimmt. Das ist doch wunderbar.
Antwort: Aber die Temperatur der Debatte und die Bereitschaft, auf der eigenen Seite Feinde zu sehen macht mir Sorge. Es ist aber gefährlich, wenn wir bestimmte Sachen nicht mehr sagen, guck mal, auch so ein Satz mit dem du auf das Kyffhäusertreffen eingeladen wirst, weil den sich die Rechten patentieren haben lassen. Was ich meine: Es ist kontraproduktiv, wenn wir über reale Dinge nicht mehr reden, weil sie sofort eine linke oder rechte Kettenreaktion auslösen
Antwort: Angst habe ich weniger. Schließlich ist es mein Job, aktuelle Debatten zu hinterfragen. Deswegen bin ich bei dem Wort „Klischee bedienen“ vorsichtig. Genau das möchte ich nämlich nicht. Eine kräftig gezeichnete Figur, das ist eine Sache, ein Klischee, das sich nicht verändert, etwas anderes. Du willst als Filmemacher immer eine kräftige Figur zeigen, aber du willst auch, dass man in die Seele dieser Figur eindringt. Keiner kann behaupten, dass man im Laufe des Films nicht in Ben hineinschaut. Man sieht nach und nach, wie viele unterschiedliche Facetten der hat. Bei einem Klischee würde das gar nicht funktioniert.
Frage: Wenn ich einen Text übers Gendern schreibe, rechne ich fest mit wütenden Leserbriefen. An Ihrer Stelle hätte ich mir ganz genau überlegt, wie ich diesen Film mache – um Stress zu vermeiden.
Antwort: Sie meinen, einen Film zu machen, der weder links noch rechts aneckt? Unter der Prämisse mache ich tote Filme. Als „Vincent will Meer“ in die Kinos kam, haben Angehörige oder Betroffene von Tourette Kritik geäußert. Die meinten, wenn so ein Film rauskommt und der auch noch lustig ist, dann stehen wir von den Kinos und verteilen Flugblätter, damit sich den keiner ansieht. Später hat die Community „Vincent will Meer“ aber als „ihren“ Film betrachtet, der für sie ganz toll war.
Antwort: Inzwischen hat sich alles noch verschärft. Das liegt vielleicht an der Digitalisierung und an der Art der Debattenführung. Von beiden Seiten gibt es Dresche. Unter dem YouTube-Trailer zu „Oskars Kleid“ schreiben viele Leute: Das ist Propaganda für Trans, ihr macht unsere Kinder kaputt. Dabei haben sie den Film gar nicht gesehen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die finden: Das Wort „trans“ und „Problem“ darf nicht mal ansatzweise im selben Absatz vorkommen.
Antwort: Das verstehe ich, aber: so macht man politische Pamphlete, keine Bücher oder Filme. Du erzählst von spezifischen Menschen. Und wenn wir Glück haben, berührt das andere spezifische Menschen, die vielleicht in einer ganz anderen Situation sind. Weil eine größere menschliche Erfahrung dahinterliegt.
Frage: Die Idee zu „Oskars Kleid“ kam ausgerechnet nach einer Begegnung mit Alice Schwarzer – die Ihnen nach einem gemeinsamen Auftritt ein Werbepaket geschickt haben soll. Wie passt Schwarzers kritische Haltung zu Trans-Rechten zum Film? Und was hat Sie Ihnen eingepackt? Socken mit dem „Emma“-Logo?
Antwort: Emma-Socken, die sie mir gestrickt hat - das wäre so geil! Aber nein. In dem Paket war eine Emma-Ausgabe und ihre Autobiografie.
Antwort: Alice Schwarzer ist ein guter Promoter – und ein bisschen Macho. Das ist lustig und das würde sie wahrscheinlich selbst zugeben. Aber sie hat natürlich nicht absichtlich am Film teilgenommen, sondern ist eher unabsichtliche Hebamme gewesen.
Antwort: Ich glaube, bei Alice Schwarzer mischen sich zwei Argumente. Erstens nimmt sie an, viele hauptsächlich junge Mädchen sind gar nicht trans, sondern erliegen einem gewissen Nachahmereffekt und das Problem sei in Wirklichkeit was ganz anderes. Die These: Trans sei die neue Magersucht, ein sehr strittiges Schlagwort. Den Nachahmereffekt gibt es vielleicht wirklich. Aber es tut doch der Sache keinen Abbruch, dass es wirklich Transkinder gibt.
Antwort: Zweitens hat Alice lange für eine bestimmte Gruppe, Frauen, gekämpft und hat jetzt vielleicht Angst, dass Frauen was weggenommen wird, wenn Transmenschen auch als Frauen anerkannt werden. Keine Ahnung. Ich finde es schade, denn eigentlich hat sie ja ein Leben lang für Benachteiligte gekämpft, da könnte ich mir etwas mehr Empathie vorstellen.
Die Zeitschrift „EMMA“ twittert, dass Alice Schwarzer keine Transfeindin sei. Hier siehst Du den Post:
Frage: Ihre Figur Ben guckt YouTube-Videos eines trans-skeptischen Mediziners. Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, für die Szene einen authentischen O-Ton von Alice Schwarzer zu verwenden?
Antwort: Die Figur ist einem realen Psychiater nachempfunden, der viel mit Transkindern zu tun hat. Er vertritt die Meinung, dass es viele Kinder gibt, die gar nicht trans sind - aber so behandelt werden. Wenn das wahr ist, ist das ein Problem. Aber natürlich hat man immer Angst, ich auch, ihn falsch zu verstehen. Will der den Kindern wirklich das Trans-Sein absprechen, will er ihnen das schwerer machen?
Antwort: Ich will das gar nicht als bloßen Bullshit abtun. Bei meiner eigenen Figur geht es mir aber darum: Da ist ein Vater, der ist kein Vollidiot, der kennt sich nur gar nicht damit aus. Der will nur das Beste für sein Kind, genauso wie die Mutter. Was genau das Richtige ist, das ist nicht leicht herauszufinden. Das sagen auch alle Betroffenen, mit denen wir gesprochen haben.
Frage: Mit wie vielen Betroffenen haben Sie sich unterhalten?
Antwort: Mit einer ganzen Reihe. Über eine Selbsthilfegruppe hatten wir Kontakt zu einer Frau, deren Mann trans geworden ist, und auch zu vielen Eltern. In unserem Film geht es schließlich auch um Angehörige.
Antwort: Nachdem die Story geschrieben war, haben wir uns hingesetzt und zugehört. Uns wurden viele verrückte, berührende, aber auch traurige Geschichten erzählt. Man ist überrascht, wie viel von dem stimmt, das man sich bereits ausgedacht hatte. Und man ist auch überrascht, was sonst noch für Sachen passieren können.
Frage: Das Trans-Kind im Film ist neun Jahre alt und vertritt seine Identität verblüffend selbstbewusst. Ist das ein typischer Fall?
Antwort: Unser beratender Therapeut sagt: Sehr viele junge Kinder, im Alter von drei oder vier Jahren, sind ganz klar in ihrem Empfinden. Die haben noch gar kein Problem damit. Die Probleme fangen erst an, wenn sich der Körper verändert. Die Kinder, die sich unsicher sind, sagen das oft gar nicht. Vielleicht nimmt man sie deswegen auch nicht so wahr.
Frage: Gab es eine konkrete Geschichte von Betroffenen, die Ihnen im Kopf geblieben ist?
Antwort: Ja. Erzählt hat sie mir eine coole, junge Mutter. Sie ist ins Tattoostudio gegangen und wollte sich den neuen Namen ihres Kindes stechen lassen. Der Tätowierer hat gesagt, dass er den Namen von Partnern oder Ehemännern nicht tätowiert, aber den von Kindern schon, denn die bleiben. Dann hat sie angefangen zu heulen. Und zu lachen. Das war bei uns auch noch ein Nachklapp nach dem Ende. Aber es war leider ein Ende zu viel und ist wieder rausgeflogen.
Frage: Wie hätte das im Film ausgesehen?
Antwort: Meine Figur Ben hatte vorne am Handgelenk die Namen seiner Kinder Oskar und Erna tätowiert. Zum Schluss wird aber die alte Identität des Kindes, Oskar, vergraben. Meine Exfrau im Film, Miriam, sieht dann den tätowierten Namen und fängt an zu heulen. Weil es „Oskar“ nicht mehr gibt. Sie kämpft und kämpft und erst als die Kuh schon vom Eis ist, lässt sie los und ist selber überrascht davon, dass sie auch traurig ist. Die Leute, mit denen wir gesprochen haben, sagen: Man geht erst einmal durch die typischen Phasen der Trauer. Du musst Dich verabschieden von dem, was Du kennengelernt hast. Kinder sind da ganz rigoros. In dem Film hängt Lili Bilder von sich ab, auf denen sie noch als Oskar zu sehen ist.
Frage: Können Sie etwas über Ihre Hauptdarstellerin Laurí erzählen?
Antwort: Wir haben am Anfang überlegt, ob wir zusammen mit der Presse sprechen wollen und sie meinte: Eigentlich habe ich gar keine Lust mehr, über dieses Thema zu sprechen. Sie ist genauso, wie das Kind in dem Film: ein kluger Kopf, sehr eigenständig, auch störrisch. Wenn sie keinen Bock mehr hat, dann hat sie keinen Bock mehr. Sie ist im Grunde wie ein altes Kind. Das ist herausgestochen. Bei all den Kindern im Casting war das ein bisschen wie Fasching: Die stellen sich vor, verstehen aber gar nicht, was das Problem ist. Das hat sich verkleidet angefühlt, bei Laurí nicht.
Frage: Habt ihr beim Casting nach Jungs, Mädchen oder Trans-Kindern gesucht?
Antwort: Wir waren sensibel. Mehr kann ich dazu aber nicht sagen. Laurí möchte sich nicht erklären und wie könnte ich mir das nach diesem Film nicht zu Herzen nehmen? Sie ist ein Mädchen und sie möchte als solches respektiert werden.
Frage: Ist es Ihnen denn überhaupt wichtig, dass queere Rollen mit queeren Darstellern besetzt werden? Zum Beispiel im Fall des schwulen Lehrers im Film?
Antwort: Wir haben Matthias, der den Lehrer spielt, nicht gefragt, ob er schwul ist. Ich verstehe hier beide Seiten: Es ist wichtig, dass Leute sichtbar sind. Und wenn man jemanden findet, der genau das im Film repräsentiert und spielen kann – toll. Im Theater gäbe es diese Frage gar nicht. Da muss man auch mal ein Eichhörnchen spielen. Wenn wir den Gedanken aber zu Ende spinnen, wenn jeder nur noch seine eigene Geschichte erzählen darf – dann ist das das Ende des Filmemachens und des Romaneschreibens. Ich glaube nicht, dass Autobiografien das ist interessanteste Genre sind.
Antwort: Ich habe schon Gauß gespielt, bin aber bestimmt kein mathematisches Genie. Ich habe jemanden gespielt, der Tourette hat, jemanden mit ALS, der Sterbehilfe in Anspruch nimmt. Ich hätte nichts davon spielen können, nur mich. Dass man mehr Leute hat, die repräsentiert werden und in Erscheinung treten, ist doch super. Aber zum Beispiel ein schwuler Schauspieler möchte doch nicht den Rest seines Lebens nur noch schwule Rollen spielen.
Frage: Zumal es ja gar nicht so viele schwule Rollen gibt.
Antwort: Die gibt es schon. Das ist doch aber nicht der Grund, wieso ich Schauspieler geworden bin – um mich die ganze Zeit selbst zu spielen. Wenn man das zu Ende führt, funktioniert Geschichten-Erzählen nicht mehr. Dann wäre Empathie etwas Schlechtes, dann wäre das alles eine Anmaßung.
Frage: Es werden immer mehr Serien und Filme gezeigt, die LGBTQ-freundlich sind und erklären, dass wir alles sein und jeden lieben können. Wie hat Sie das verändert? Haben Sie mit 15 Jahren andere Menschen begehrt als heute?
Antwort: Moment, Trans ist eine Identität, kein Begehren. Das Gefühl von Begehren kommt viel, viel später. Ich selbst habe mit 15 Jahren keine anderen Menschen begehrt als heute. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass sich Mädchen nicht so sehr limitieren müssen wie Jungs. Damit meine ich: Mädchen sind eher mal experimentierfreudig. Männlichkeit scheint aus irgendeinem Grund verletzlicher zu sein als Weiblichkeit. Mein Empfinden ist, dass die Grenzen aber weicher geworden sind. Auf der anderen Seite ist das Wort „schwul“ immer noch das krasseste Schimpfwort auf den Pausenhöfen. Ich begrüße es, wenn wir uns alle ein bisschen mehr öffnen. Life is too short!
Florian David Fitz zeigt sich auf Instagram privat mit seinem Hund:
Frage: Die Abkürzung „LGBTQIA+“ wird immer länger. Einerseits ist es sicher gut, dass alle Möglichkeiten benennt sind. Aber gibt es andererseits vielleicht auch einen stärkeren Druck, sich einordnen zu müssen?
Antwort: Es gibt immer zwei Seiten, die beide berechtigt sind. Zum einen die neue Offenheit, dass sich viele Menschen nicht mehr limitiert fühlen müssen. Auf der anderen Seite gehen immer mehr Schubladen auf. Statt zwei, gibt es nun drei, vier, fünftausend. Das ist eine krasse Selbsteinordnung, die unter Druck setzen kann. Jeder ist in seiner eigenen Schublade und jeder möchte, dass sie verstanden und respektiert wird. Wahrscheinlich löst diese Offenheit, dieser Prozess, genau das Gegenteil aus. Man kann doch sagen: Es gibt im Großen und Ganzen männlich und weiblich und dazwischen viele Spielarten. Beweg Dich, spiele, finde Sachen raus, bleib weich – wir sind alle Menschen. Mit diesem Satz wäre alles gesagt. Oder wie sehen Sie das?
Frage: Wenn man mich fragt, auf wen oder was ich stehe, würde ich in Prozenten antworten. Beispielsweise, dass ich zu XY Prozent auf Frauen stehe und zu Prozent auf Männer. Anders als Sie unterscheide ich Identität aber nicht von Begehren. Für mich ist Begehren Teil der Identität.
Antwort: Florian David Fitz: Das war nur die erste Lektion, die ich bei meiner Recherche von den Psychologen bekommen habe, dass Begehren und Identität aus psychologischer Sicht zwei unterschiedliche Sachen sind. Schwul-Sein ist Begehren, Trans-Sein eine Identität. Eine Transfrau kann auch auf Frauen stehen.
Antwort: Ich glaube, wenn man trans ist, sagt man das nicht mal easy. Dann ist das eine krasse, innere Wahrheit. Begehren ist ja etwas weicher, unser Begehren ist ja auch nicht ein lebenslang unveränderlicher Block. Manchmal begehrt man ja auch gar nicht. (Lacht)
Antwort: Oder wie Sie sagen, wir sind alle ein bisschen Grauschattierungen: Ein paar wenige sind bei 99 Prozent dunkelmitternachtsgraufastschwarz, ein paar sind strahlend baumarktweiß, und der Rest von uns irgendwo dazwischen.
Frage: Und wo auf der Shades-of-Grey-Skala ordnen Sie sich ein?
Antwort: Sorry, das ist mir zu privat (lacht). Sagen wir, ich habe in meinem Leben nichts ausgelassen.
Antwort: Obwohl, ein paar Sachen schon.