Wirtschaft  Fehntjer Betrieben geht es hervorragend

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 20.12.2022 16:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Gewerbegebiet Ulbargen soll in den nächsten Jahren um 25 Hektar wachsen. Foto: Romuald Banik
Das Gewerbegebiet Ulbargen soll in den nächsten Jahren um 25 Hektar wachsen. Foto: Romuald Banik
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Der Großefehntjer Wirtschaft geht es offenkundig gut. Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde wachsen stetig. Nun sollen große neue Gewerbegebiete entstehen.

Großefehn - Der Großefehntjer Wirtschaft ist es in den vergangenen Jahren gut ergangen. Darauf deuten zumindest die Einnahmen der Gemeinde aus der Gewerbesteuer hin. Denn die steigen seit einigen Jahren an und übertreffen regelmäßig die Ansätze in den Haushaltsplänen. So hatte Bürgermeister Erwin Adams im vorigen Jahr eigentlich nur mit 4,8 Millionen Euro Einnahmen gerechnet, wie er bei einem Pressegespräch sagte. Am Ende konnte Kämmerin Jördis Lienemann sieben Millionen Euro in der Gemeindekasse verbuchen. Für dieses Jahr wurden die Erwartungen daher auf 6,7 Millionen hochgeschraubt. „Wir werden aber wohl acht Millionen Euro erreichen“, so Adams. Deswegen werde man für den Haushaltsplan 2023, der an diesem Mittwoch vom Rat beschlossen werden soll, gleich die Summe von acht Millionen Euro eintragen.

Zwei Gewerbegebiete werden wachsen

Größere Betriebe in den Gewerbegebieten, aber auch die Windräder in der Gemeinde, sorgen für die sprudelnden Einnahmen. Dennoch mahnt Erwin Adams zur Zurückhaltung. Es sei nicht sicher, dass der Trend der vergangenen Jahre auch weiterhin so anhalte. In diesem Jahr habe man ebenso wie für 2023 mit einem Defizit von rund 375.000 Euro geplant. „Wir sind zufrieden, wenn wir eine Null erreichen könnten.“ Dazu beitragen könnte eventuell die neue Vereinbarung mit dem Landkreis Aurich über die Verteilung der Kosten für die Kindertagesstätten. Seit Monaten laufen die Verhandlungen zu dem Thema, das für die Gemeinde Großefehn einen großen Kostenpunkt darstellt. „Vor zehn Jahren waren das noch Ausgaben in Höhe von 800.000 Euro“, sagt Erwin Adams. Mittlerweile seien für die Kindertagesstätten im Fehntjer Haushalt drei Millionen Euro vorgesehen.

Ulbargen seit drei Jahren ausverkauft

Damit die Fehntjer Wirtschaft weiterwachsen und gedeihen kann, werden neue Gewerbegebiete erschlossen. Erweitert werden soll so das Gewerbegebiet Mittegroßefehn. Bislang gibt es auf einer Fläche von 20 Hektar etwa 50 Betriebe. Neu erschlossen werden sollen nun neun zusätzliche Hektar Fläche. „Das bedeutet nicht nur Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch wohnortnahe Arbeitsplätze für unsere Bürger“, so Erwin Adams.

Deutlich wachsen soll in den kommenden Jahren das Gewerbegebiet Ulbargen. Direkt angrenzend, aber bereits in der Gemarkung Spetzerfehn gelegen, hat die Gemeinde Großefehn dort 25 Hektar Land erworben. „Das ist eine Zukunftsplanung.“ Nicht alles auf einmal werde an der Stelle erschlossen, betont Adams. Man habe dort vielmehr einen Vorrat für mehrere Jahre geschaffen. Zum Vergleich: Das Gewerbegebiet Ulbargen hat derzeit eine Fläche von zwölf Hektar. Daher sollen einzelne Bauabschnitte gebildet werden, um das zusätzliche Gebiet zu erschließen. Schon seit drei Jahren gibt es in Ulbargen keine Grundstücke mehr für Betriebe, weswegen die Gemeinde schon länger versucht, das Gewerbegebiet an der Bundesstraße 72 zu erweitern.

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