Korso in Aurich  Weihnachtliche Trecker brachten Kinderaugen zum Leuchten

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 18.12.2022 16:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein geschmückter Trecker fährt durch Aurich. Foto: Franziska Otto
Ein geschmückter Trecker fährt durch Aurich. Foto: Franziska Otto
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Geschmückte Traktoren fuhren am Sonnabend durch Aurich und brachten nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. Dabei hat die Aktion auch einen ernsten Hintergrund.

Aurich - Mit lautem Hupen fuhren am Sonnabend zahlreiche Trecker durch die Auricher Innenstadt. Schaulustige standen entlang der Straße und bewunderten die Fahrzeuge. Weihnachtlich geschmückt brachten sie nicht nur Kinderaugen zum Leuchten.

Organisiert wurde die Aktion vom Verein Land schafft Verbindung (LSV) Ostfriesland und stand diesmal unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“. Nicht zum ersten Mal fuhren die Trecker in diesem Jahr durch den Landkreis. Bereits am zweiten Advent waren 130 geschmückte Traktoren unterwegs. Der Zielort war in Sandhorst, wo sich die Fahrer kurz mit Essen und Getränken stärken konnten.

Ausharren inbitterer Kälte

Am Sonnabend teilte sich der Korso wieder auf drei Routen auf. Die erste führte von Norden nach Aurich, die zweite von Wiesmoor nach Aurich und die dritte Route von Timmel nach Aurich. Die letzten beiden Touren fuhren über die Große Mühlenwallstraße, am Pferdemarkt vorbei und über die Von-Jhering-Straße durch die Auricher Innenstadt.

Neben Geduld mussten die Zuschauer vor allem warme Kleidung mitbringen. In bitterer Kälte harrten sie bei Minusgraden am Pferdemarkt aus. Sie wollten die Korsos nicht verpassen. Schon von Weitem kündigten sich die Trecker mit lautem Hupen an. Angeführt von einem Streifenwagen fuhren sie durch die Stadt.

Landwirte ächzen unter EU-Vorgabe

Mit ihren bunten Lichterketten waren sie ein echter Hingucker. An manchen waren Schilder befestigt, auf denen „Frohe Weihnachten“ stand. Der Korso fand zum ersten Mal während der Corona-Pandemie statt, als noch strenge Einschränkungen galten. Die Fahrer durften damals nicht von ihren Fahrzeugen absteigen. Auch die genaue Strecke durfte vorher nicht bekanntgegeben werden. So wollte man Menschenansammlungen vermeiden.

Mit den Fahrten wollen die Landwirte auch auf die Probleme der Landwirtschaft hinweisen. Geschockt hatte sich zuletzt der Landwirtschaftliche Hauptverein Ostfriesland (LHV) gezeigt, als die EU neue Vorgaben zum Pflanzenschutz gab. Sie hätten drastische Auswirkungen auf die Produktion, warnte LHV-Präsident Manfred Tannen. Mehr als die Hälfte der Ackerfläche in Ostfriesland sei betroffen.

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