Mehr Ehre fürs Ehrenamt  Ortsrat Kernstadt will Aktionen für soziales Engagement

Franziska Otto
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Von Franziska Otto
| 18.12.2022 13:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Feuerwehrleute bei einem Einsatz im Juni dieses Jahres in Südbrookmerland. Foto: Franziska Otto
Feuerwehrleute bei einem Einsatz im Juni dieses Jahres in Südbrookmerland. Foto: Franziska Otto
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Der Ortsrat Kernstadt Aurich will mit Aktionen Ehrenamtlern für ihr Engagement danken. Ein Bereich, der bereits gut vernetzt ist, soll auch mit ins Boot geholt werden.

Aurich - Mehr Ehre fürs Ehrenamt: Die Politiker des Ortsrates Kernstadt Aurich sind sich einig. Sie wollen mehr Aktionen für Ehrenamtler aus sämtlichen Bereichen. Denn oft komme der Respekt für die Leistung und das Engagement zu kurz.

Eingebracht wurde der Antrag von der Grünen-Fraktion. Derzeit werde das Zusammenleben vor große Herausforderungen gestellt, sagte Heiko Kruse (Grünen). Immer mehr Geflüchtete kämen in den Landkreis Aurich, queere Menschen würden häufig angefeindet. „Queer“ ist ein Sammelbegriff für Personen, Handlungen oder auch sexuelle Orientierungen, die der vermeintlichen gesellschaftlichen Norm nicht entsprechen. Aber auch Rettungskräfte müssten sich zunehmend mit Anfeindungen, Beleidigungen und Bedrohungen auseinandersetzen. Auch die Mitarbeiter von sozialen Organisationen arbeiten häufig ehrenamtlich, zum Beispiel bei den Ausgabestellen der Tafel der Diakonie.

Vernetzung bereits in der Flüchtlingshilfe

Die Grünen wollen eine Möglichkeit für Ehrenamtler schaffen, sich zu vernetzen. Zudem wolle man so ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement danken. Man wolle alle an einen Tisch bringen. Moderiert werden soll das Ganze in der Stadtverwaltung.

Die Initiative für das Ehrenamt soll aber nicht mit dem Einsatz des Familienzentrums kollidieren. Es gehört zu einem Netzwerk von Helfern, die sich für Geflüchtete aus der Ukraine engagieren. Sie organisieren das Nötigste – manchmal ist das eine warme Mahlzeit. Auch wenn die Leiterin des Familienzentrums, Sandra Grau, die Aufgabe der Einrichtung woanders sieht. Dafür gebe es bereits zahlreiche Vereine und Initiativen. Aber das Familienzentrum ist oft Ansprechpartner für jene, die ehrenamtlich ukrainischen Geflüchteten helfen und nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Selbstverständlich helfe das Familienzentrum jedem, der Hilfe benötige, sagt Sandra Grau. Für die Initiativen sei es jedoch wichtig, sich untereinander zu vernetzen. Dafür gründeten die Helfer einen Runden Tisch. Sie können sich dort austauschen.

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