Weihnachtskonzert in Aurich Nicht gegen Krankheit gefeit
Die Krankheitswelle machte auch vor dem Weihnachtskonzert des Gymnasiums Ulricianum in der Lambertikirche nicht Halt. Dennoch konnten zahlreiche Spenden für den guten Zweck gesammelt werden.
Aurich - Zum Weihnachtskonzert hatte der Fachbereich Musik am Ulricianum eingeladen und Hunderte von Gästen waren der Einladung gefolgt, heißt es in einer Mitteilung. Zu erleben war ein buntes Programm, aufgeführt durch vier Bläserklassen des 6. und 7. Jahrganges, durch zwei Schulchöre und durch die Bläser-AG des 8. Jahrgangs.
Eigentlich wäre auch die Ulricianum Big Band mit von der Partie gewesen, aber die Erkrankungswelle der letzten Wochen hatte leider auch dieses Ensemble heimgesucht, so dass man, der wichtigsten Stützen beraubt, auf einen Auftritt schweren Herzens verzichten musste, heißt es.
Konzert mit Tradition
Mit Charpentiers Prélude aus seinem „Te Deum“, bekannt auch als „Eurovisions-Hymne“, eröffnete die Bläserklasse 6A den Abend und setzte nach Grußworten des Schulleiters Rüdiger Musolf mit weiteren Stücken aus der „klassischen“ Musik, darunter Händels „Halleluja“, nach. Der neue Musikkollege Dominik Fakler, selbst studierter Trompeter, hatte seine Bläser laut Mitteilung bestens vorbereitet. Die Bläserklasse entwickelte unter seiner Leitung, erweitert durch einen Tuba-Spieler, ein beeindruckendes Klangbild.
Christoph Otto Beyer, Fachobmann für Musik am Ulricianum, führte durch das Programm und verriet dem Publikum, wie es zu diesem Konzert und vor allem zu diesem Konzertort gekommen war. Anlässlich einer Fachkonferenz hatte sich ein Elternvertreter an eine wohl 40 Jahre alte Tradition erinnert, nach der das Ulricianum sein Weihnachtskonzert in der Lambertikirche abhalten würde. Keiner der anwesenden Lehrkräfte konnte sich zwar an solch eine Tradition erinnern, man hatte dann aber den Impuls gerne aufgenommen und die Kirche als Konzertort bekommen können.
Zwei Chöre und noch viel mehr Sänger
Unter den weiteren zahlreichen Höhepunkten des Abends verdienen laut Mitteilung die beiden von Lisa Sörös geleiteten Chöre, die „Singing Owls“ aus den unteren Jahrgängen, und die „Golden Owls“ aus den höheren Jahrgängen besondere Erwähnung. Ohne Mikrofonverstärkung, mit Ausnahme zweier Solistinnen, gelang es beiden Chören, klangschön und mitreißend die Kirche mit Stücken von „Winter Wonderland“ bis „We are the world“ zu füllen, was zu begeistertem Applaus der Zuhörenden führte.
Im Programmablauf war zudem auch die Mitwirkung des Publikums vorgesehen, welches bei zwei Weihnachtsliedern aktiv werden konnte. Ein 90-minütiger Konzertabend endete so schließlich in einem gemeinsamen Musizieren von „O du fröhliche“ mit allen sieben Ensembles und dem stehenden Publikum.
Zufrieden war die verantwortliche Fachgruppe Musik am Ende nicht nur mit dem Gelingen des Konzertes, sondern außerdem mit einem hohem Spendenaufkommen am Ausgang zugunsten der Auricher Tafel. Am Ende kamen 867,24 Euro zusammen. Ein solches Konzert, ist man sich im Ulricianum einig, soll auch im kommenden Jahr laut Mitteilung wieder stattfinden.