Neuer Ärger um Supercup Nicht nur kalte Duschen in Moorhusen
Ausgefallene Heizungen in der Hermann-Bontjer-Halle haben die Absage des Supercups zur Folge. Und im Gemeinderat bahnte sich weiterer Ärger an.
Moorhusen - Matthias Redenius ist aufgebracht, als er am Donnerstagabend während der Sitzung des Gemeinderats in Moordorf ans Mikro tritt. Der Vorsitzende des VfB Münkeboe beklagt die Absage des Supercups. Bürgermeister Thomas Erdwiens hielt dagegen – der Supercup hätte nicht abgesagt werden müssen.
Die Absage des Hallenfußballturniers ist für Redenius ein herber Schlag. Er sah sich dazu gezwungen. Im Austragungsort, der Hermann-Bontjer-Halle in Moorhusen, sind die Heizungen in den Umkleiden und den Sanitärbereichen defekt. „Das können wir unseren Gästen nicht zumuten“, sagte Redenius. Für den Bürgermeister ist hingegen klar, dass eine ausgefallene Heizung nicht unbedingt eine Absage zur Folge hätte haben müssen. Immerhin funktioniere die Heizung in der Halle selbst einwandfrei.
Weitere Auflage zum Brandschutz
Dass die Sportler sich nach ihrem Einsatz einfach nicht duschen, ist aber keine Option, sagte Redenius. Weder könnten sie bei diesen Temperaturen schweißgebadet bleiben. Sie müssten zwischen den Matches schließlich auch mal raus aus der Halle. Und zum Duschen nach Hause zu fahren sei auch nicht machbar. Immerhin reisten manche Teilnehmer mehr als 40 Kilometer weit an.
Nach zwei Jahren Pandemie hätte der Supercup in diesem Winter zum ersten Mal wieder stattfinden können. Für den Verein gab es aber im Frühjahr die erste Klatsche: Die Gemeinde kündigte an, dass die Hermann-Bontjer-Halle saniert werden muss. Eigentlich sollte das aber nicht mit dem Termin des Supercups kollidieren. Ganz fertig ist die Halle auch heute noch nicht, sagte Frank Süßen vom Südbrookmerlander Bauamt. Für die Brandmeldeanlage fehle noch ein Modul. Aber auch das wäre für den Verein händelbar gewesen. Der Kreis habe die Auflage gestellt, dass für den Supercup eine Brandwache habe eingerichtet werden müssen. Dann hätte das Turnier stattfinden dürfen, sagte Süßen.
Arbeiten an Heizung werden eingeleitet
So ganz überzeugt ist Redenius davon allerdings nicht. Immerhin sei die Halle zum Beispiel für Schulen erst wieder im neuen Jahr verfügbar. Es erschließe sich ihm nicht, wie das vereinbar mit der Durchführung des Supercups sei, sagte er.
Klar ist: An den Heizungsrohren muss etwas getan werden. Sie seien inzwischen verrostet, sagte Süßen, und sie würden regelrecht zerfallen. Es sollen jedoch nicht die Wände aufgerissen, die alten Rohre entfernt und neue verlegt werden. Die alten Rohre sollen in der Wand verbleiben. Neue Rohre sollen dann über der Wand verlegt und an die Heizungen angeschlossen werden. Am Freitag habe eine Firma sich die Situation in der Halle bereits angesehen und sie schreibe nun ein Angebot.
Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Januar des kommenden Jahres abgeschlossen sein, sagte Süßen. Wie viel das am Ende kosten wird, stehe noch nicht fest. Süßen schätzt allerdings, dass der Preis für die Arbeiten an den Heizungen bei rund 20.000 Euro liegen könnte.