Markthalle Aurich „Café Extrablatt“ kann kommen
Eine lange Diskussion neigt sich dem Ende zu. Der Auricher Rat hat dem Café Extrablatt grünes Licht gegeben.
Aurich - Seit mittlerweile zehn Jahren wird über die Auricher Markthalle diskutiert. Sowohl die ehemalige Betreibergesellschaft als auch zahlreiche neue Interessenten legten die unterschiedlichsten Konzepte zum Betrieb des Gebäudes auf dem Marktplatz vor. Allesamt wurden über kurz oder lang entweder von der Politik verworfen oder die Bieter zogen sich zurück. Schließlich setzte die Politik im vorigen Jahr der Auricher Stadtverwaltung ein Ultimatum: Entweder wird bis Ende 2022 ein Vertrag mit einem Investor geschlossen, oder die Halle wird abgerissen. Ein Vorgehen, das am Ende Erfolg hatte: Aus der Markthalle wird nun ein Gastronomiebetrieb, einziehen wird das „Café Extrablatt“ aus Emsdetten. Das beschloss der Auricher Rat am Donnerstagabend. Den neuen Interessenten hatte die Stadtverwaltung erst kurz vor Toresschluss aus dem Hut gezaubert.
Einstimmig fiel der Beschluss nicht. Wie erwartet votierten einige Grüne und die Linke sowie die GFA gegen das Vorhaben. Vor allem die Tatsache, dass die Stadt Aurich mit zwei Millionen Euro viel Geld investieren muss, wurde kritisiert. Steuern und Gebühren würden im kommenden Jahr erhöht, so die Kritiker. Aber für eine Halle, welche die Entwicklung der Stadt behindere (Reinhard Warmulla, Linke), werde viel Geld ausgegeben.
Am Ende stimmten nur sechs Ratsmitglieder für den Abriss der Markthalle. Die restlichen Ratsmitglieder votierten für das „Cafe Extrablatt“.
Café Extrablatt nimmt die nächste Hürde
Politiker der Kernstadt wollen „Extrablatt“
Linke will den Abriss des markanten Gebäudes auf dem Marktplatz
Vermietung der Markthalle wäre am günstigsten
Café Extrablatt hält Aurich für einen super Standort