Geschäftsaufgabe  Auricher Papeterie Wiemers schließt für immer

| | 12.12.2022 15:31 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Ladenlokal der ehemaligen Papeterie Wiemers in der Norder Straße in Aurich steht leer. Foto: Romuald Banik
Das Ladenlokal der ehemaligen Papeterie Wiemers in der Norder Straße in Aurich steht leer. Foto: Romuald Banik
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Es war ein Auricher Traditionsgeschäft. Doch nun ist die Papeterie Wiemers in der Norderstraße Geschichte. Warum es so kam, sagte Geschäftsinhaber Sven Opitz den ON.

Aurich - Viel ist nicht mehr übrig vom Traditionsgeschäft Papeterie Wiemers in der Norder Straße. Das Ladenlokal steht leer. Ein neuer Mieter wird gesucht. Nur noch ein alter Firmenaufkleber erinnert an das Geschäft, das die Auricher jahrzehntelang mit allem rund um Schreibwaren und Malerei versorgt hat.

Jahrzehntelang konnten sich die Auricher in der Norder Straße mit Papier, Schreibwaren und vielen Kleinigkeiten versorgen. Das ist nun vorbei. Foto: Romuald Banik
Jahrzehntelang konnten sich die Auricher in der Norder Straße mit Papier, Schreibwaren und vielen Kleinigkeiten versorgen. Das ist nun vorbei. Foto: Romuald Banik

Das Aus kam schleichend – erst war es der Umbau der Norder Straße, dann kam noch die Pandemie hinzu, die Verkaufszahlen wurden immer schlechter, sagte Inhaber Sven Opitz den ON. Seit Mitte November ist das Geschäft bereits geschlossen. Das Aus für das Papier- und Schreibwarengeschäft ist besiegelt.

Aurich war eines unserer schönsten Geschäfte

Sven Opitz, der das Geschäft 2012 von Wiemers übernahm, hat lange versucht, den Auricher Standort trotzdem zu halten. „Es war eines der schönsten Geschäfte, die wir hatten“, sagte er. Der Beginn der Umbauarbeiten in der Norderstraße im Jahr 2017 sei eigentlich der „Anfang vom Ende“ gewesen, so Opitz. Wegen der Gefahren durch die Baufahrzeuge seien die Kinderwagen nicht mehr durchgekommen. Die Arbeiten zogen sich hin. Die Folge waren laut Opitz 60.000 Euro weniger Umsatz. Später folgte die Coronakrise. „Eigentlich hätte ich schon 2020 zumachen müssen“, sagte Opitz. Fast fünf Jahre habe das Geschäft rote Zahlen geschrieben. Weil aber auch die Mitarbeiter mit Herzblut an dem Laden hingen, habe er zunächst weitergemacht. Doch das geht nun nicht mehr. In den heutigen Zeiten könne er sich diesen Luxus nicht mehr leisten. Zudem sei die Situation in Aurich immer schon schwierig gewesen. Vielleicht habe das an der etwas zurückgesetzten Lage in der Norderstraße gelegen.

Das Auricher Geschäft ist nicht das einzige, das Opitz jetzt schließen musste. Auch der Standort Edewecht und ein Geschäft in Rastede gibt es nicht mehr. Von einst 15 Geschäften seien jetzt noch zehn übrig, so Opitz. In Aurich werde es auch an einem anderen Standort keine Papeterie Wiemers mehr geben, sagte er. Er selbst sei 60 Jahre alt. Das mache keinen Sinn mehr.

Auch seine Mitarbeiter hätten die Schließung bedauert. Zum Glück sitze dadurch aber niemand auf der Straße. Alle Mitarbeiter hätten bereits eine neue Anstellung gefunden, sagte Opitz.

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