Teheran Iran droht Demonstranten mit Todesstrafe – nun gab es die erste Hinrichtung
Ein Ende September festgenommener Mann ist vom iranischen Regime hingerichtet worden. Was dem Mann vorgeworfen wird.
Der Iran hat die erste Vollstreckung der Todesstrafe für Teilnehmer an den Protesten gegen das Regime verkündet. Der Mann hatte sich früh an den Protesten beteiligt, wurde Ende September festgenommen und am Donnerstag hingerichtet, meldet die US-Nachrichtenagentur Associated Press.
Menschenrechtsaktivisten betonen, dass bereits mindestens ein Dutzend weitere inhaftierte Demonstranten zur Todesstrafe verurteilt wurden.
Mohsen S. wurde „moharebeh“ vorgeworfen, was Farsi ist für „Krieg gegen Gott führen”. Seit der Iran eine islamische Theokratie ist, wurden schon etliche Menschen unter diesem Vorwurf hingerichtet. Mohsen S. soll laut iranischer Nachrichtenagentur eine Straße blockiert und einen Sicherheitsmann mit einer Machete angegriffen haben.
Der Iran ist eines der Länder mit der meisten Hinrichtungen weltweit. Typischerweise werden die Verurteilten gehängt.
Auslöser der Proteste im Iran, die seit Mitte September das Land aufwühlen, war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini. Sie starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen angeblichen Verstoßes gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verhaftet worden war. Nach Einschätzungen von Menschenrechtlern wurden seither mindestens 470 Demonstranten getötet und rund 18.000 Menschen verhaftet.