Hamburg RSV-Infektion: Mit diesen Hausmitteln können Eltern ihren Kindern helfen
Gerade bei Kleinkindern kann eine Infektion mit dem RS-Virus ernsthafte Folgen haben. Doch Kinderkliniken sind überlastet, Apotheken beklagen Lieferengpässe bei Medikamenten. Was nun? Diese Hausmittel können helfen.
Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts kann die Infektion mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV, ganz unterschiedlich schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Gerade bei kleinen Kindern können die Symptome demnach so schwer sein, dass eine künstliche Sauerstoff-Zufuhr und damit ein Klinik-Aufenthalt unumgänglich ist. Ein milderer Krankheitsverlauf kommt hingegen dem einer einfachen Erkältung gleich.
Eine wirksame Therapie gegen das RS-Virus gibt es laut RKI bislang nicht. Lediglich die Symptome können behandelt bzw. gelindert werden. Bei einem milderen Verlauf könnten also auch Hausmittel eine Option sein. Auch wenn deren Wirksamkeit häufig nicht in klinischen Studien bewiesen ist, scheinen sie vielen Menschen doch zu helfen, und sei es nur ein subjektiver Eindruck.
Ein bekanntes Hausmittel gegen Fieber bei Kindern sind Sitzbäder in kälter werdendem Wasser. Auch lauwarme Brust-, Leisten und Wadenwickel können helfen, Fieber zu senken. Bei kleinen Kindern und Säuglingen kann das Waschen mit lauwarmen Wasser helfen, die Körpertemperatur zu senken.
Bei anhaltend hohem Fieber über mehrere Tage hinweg ist ein Besuch beim Arzt allerdings zwingend erforderlich.
Das Gurgeln mit Kamillen- oder Salbei-Tee hat sich bei Halsschmerzen schon oft bewährt. Daneben sollte angestrengtes Sprechen möglichst vermieden und der Hals mit einem Schal warm gehalten werden, um eine Rachenentzündung möglichst schnell auszukurieren. Auch Quarkwickeln wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.
Auch gegen eine verstopfte Nase hilft Wärme. Das Bestrahlen der Nasennebenhöhlen mit Rotlicht oder das Inhalieren von Dampf helfen bei der Linderung der Symptome. Zusätze wie Kamille oder Eukalyptus sind beim Inhalieren nicht für kleine Kinder geeignet.
HNO-Ärzte empfehlen häufig Nasenspülungen mit einer Kochsalzlösung.
Ein beliebtes Hausmittel gegen Husten ist Zwiebelsaft mit Kandiszucker oder Honig. Zumindest letzterer soll laut eines Studienüberblicks eines Forscherteams der Oxford Medical School tatsächlich bei Atemwegserkrankungen helfen, besonders gegen Husten.
In jedem Fall sollte ausreichend Flüssigkeit getrunken werden – zum einen um den Schleim zu lösen, zum anderen um die Schleimhäute vor dem Austrocknen zu bewahren.