Zusammenlegung für 2024 geplant  Drei Kirchengemeinden in Rhauderfehn fusionieren

Henrik Zein
|
Von Henrik Zein
| 15.12.2022 07:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Kirchengemeinden Rhaude (von links), Langholt und Westrhauderfehn wollen 2024 fusionieren. Fotos: Zein/Montage: Schüür
Die Kirchengemeinden Rhaude (von links), Langholt und Westrhauderfehn wollen 2024 fusionieren. Fotos: Zein/Montage: Schüür
Artikel teilen:

Im Kirchenkreis Rhauderfehn gibt es eine Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte werden mehrere Kirchengemeinden zu einer zusammengelegt. Das hat bestimmte Gründe.

Westrhauderfehn/Rhaude/Langholt - Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des Kirchenkreises Rhauderfehn wird es eine Fusion geben. Die drei Vorstände der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Westrhauderfehn, Langholt und Rhaude haben sich für eine Zusammenlegung ausgesprochen. Das Ziel ist es, dass es ab dem Frühjahr 2024 statt drei nur noch eine Kirchengemeinde gibt.

In einem Pressegespräch erklärt Martin Sundermann, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises und Pastor in Langholt: „Dieser Schritt wurde notwendig, weil die finanziellen Mittel, die der Kirchenkreis von der Landeskirche erhält, in den kommenden Jahren kontinuierlich weniger werden.“ Das führt dazu, dass die drei Kirchengemeinden künftig nicht mehr - wie zurzeit - 3,75 Pfarrstellen haben werden, sondern nur noch drei. Es wird also Personal reduziert.

Einteilung in drei gleich große Pfarrbezirke

Ziel ist es, dass ab 2024 die neu gegründete Kirchengemeinde in drei gleich große Pfarrbezirke mit jeweils einer vollen Pfarrstelle eingeteilt wird. Der Zeitpunkt, zu dem die Zusammenlegung erfolgen soll, ist bewusst so gewählt worden. „Im März 2024 finden die Neuwahlen des Kirchenvorstandes statt. Es wäre natürlich am besten, wenn dann nicht mehr drei Vorstände gewählt werden, sondern nur noch ein Kirchenvorstand für die Fusionsgemeinde“, erklärt Sundermann. Zudem wird Rhaudes Pastor Hartmut Kutsche im Frühjahr 2024 in den Ruhestand gehen. Die Pensionierung von Kutsche soll möglichst parallel zur Fusion stattfinden.

Zur Lenkungsgruppe gehören (von links): Bernhard Groyen (Kirchenvorstand Langholt), Hajo Kromminga (Kirchenvorstand Westrhauderfehn) sowie die Pastoren Martin Sundermann (Langholt), Hartmut Kutsche (Rhaude/Westrhauderfehn) und Frerich Dreesch-Rosendahl (Westrhauderfehn). Auf dem Foto fehlt Walfried Pofalla (Kirchenvorstand Rhaude). Foto: Zein
Zur Lenkungsgruppe gehören (von links): Bernhard Groyen (Kirchenvorstand Langholt), Hajo Kromminga (Kirchenvorstand Westrhauderfehn) sowie die Pastoren Martin Sundermann (Langholt), Hartmut Kutsche (Rhaude/Westrhauderfehn) und Frerich Dreesch-Rosendahl (Westrhauderfehn). Auf dem Foto fehlt Walfried Pofalla (Kirchenvorstand Rhaude). Foto: Zein

Sundermann und Kutsche sind zwei von sechs Mitgliedern einer Lenkungsgruppe, die die Planungen zur Zusammenlegung seit einem Jahr koordiniert. Dazu zählen des Weiteren Pastor Frerich Dreesch-Rosendahl (Westrhauderfehn) sowie aus den jeweiligen Kirchenvorständen Hajo Kromminga (Westrhauderfehn), Bernhard Groyen (Langholt) und Walfried Pofalla (Rhaude). Zudem gibt es noch fünf Arbeitsgruppen, die sich aus Mitgliedern der drei Kirchengemeinden zusammensetzen. Diese verhandeln zu konkreten Themen - und zwar zu Finanzen, Gebäuden, Friedhöfen, Identität und Öffentlichkeitsarbeit.

Name der Fusionsgemeinde steht noch nicht fest

Wie die künftige Fusionsgemeinde heißen wird, steht noch nicht fest. „Den Namen legt die Landeskirche fest. Wir können aber natürlich Vorschläge unterbreiten“, erklärt Pastor Sundermann. Wenn alles wie bisher im Zeitplan verläuft, dann soll das von den drei Kirchenvorständen genehmigte Konzept zur Fusion im Herbst 2023 der Landeskirche vorgelegt werden und möglichst im Frühjahr 2024 die Zusammenlegung vonstattengehen.

Die drei Kirchengemeinden haben zusammen 8100 Mitglieder. In Westrhauderfehn sind es 5700, in Langholt (inklusive Burlage, Klostermoor und Bockhorst) 1700 und in Rhaude (inklusive Holte) 700. „Wenn wir daraus künftig drei etwa gleich große Pfarrbezirke machen, wird es natürlich andere Zuschnitte geben“, betont Kutsche. Wie diese genau aussehen, müsse jedoch noch erarbeitet werden. Westrhauderfehns Pastor Frerich Dreesch-Rosendahl ergänzt: „Man wird auch sehen müssen, ob es dann noch in jeder der drei Kirchen am Sonntag einen Gottesdienst geben wird oder inwieweit es dort Veränderungen gibt“. Doch das sei alles noch Zukunftsmusik.

Ähnliche Artikel