Delmenhorst  E-Scooter-Fahrerin bei Unfall in Delmenhorst lebensgefährlich verletzt

Eyke Swarovsky
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Von Eyke Swarovsky
| 05.12.2022 10:58 Uhr | 2 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Foto: Nonstopnews
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Eine 20 Jahre alte E-Scooter Fahrerin aus Delmenhorst hat am Sonntagabend einen Unfall auf der Stedinger Straße verursacht und ist dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Lebensgefährliche Verletzungen hat eine 20 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin am Sonntagabend an der Kreuzung Stedinger Straße / Weberstraße erlitten. Die junge Frau befuhr nach Angaben der Polizei mit ihrem E-Scooter zunächst den Geh- und Radweg an der Stedinger Straße auf der falschen Straßenseite, bevor sie trotz Rot zeigender Ampel in den Kreuzungsbereich zur Weberstaße einfuhr.

Hier prallte sie mit dem bevorrechtigten, von links kommenden Ford einer 23-jährigen Delmenhorsterin zusammen und krachte auf die Windschutzscheibe. Die 20-Jährige wurde durch den Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die 23-jährige Autofahrerin und ihre 23-jährige Beifahrerin erlitten beide einen Schock.

Da die 20-Jährige sowohl die rote Ampel missachtete als auch auf der falschen Straßenseite fuhr, hatte die Autofahrerin nach Einschätzung der Polizei kaum eine Möglichkeit, den Unfall zu verhindern.

Am Montagmorgen konnte die Polizei mitteilen, dass die E-Scooter-Fahrerin inzwischen außer Lebensgefahr ist.

Der Ford war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wurde von der Polizei auf rund 4500 Euro geschätzt.

Gegen die 20-Jährige sind zwei Strafverfahren und ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden.

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Polizei unter Telefon (04221) 15590 in Verbindung zu setzen.

Polizeisprecherin Ronja Weser nahm den Unfall am Sonntag zum Anlass, sowohl an E-Scooter- als auch an Autofahrer zu appellieren: „Die E-Scooter-Fahrer sind noch neu im öffentlichen Straßenverkehr. Die müssen auch erst mal lernen, wie sie sich mit den Fahrzeugen, die zum Teil schneller fahren als Fahrräder oder E-Bikes, angepasst im Straßenverkehr verhalten.“ Bezugnehmend auf den Unfallhergang am Sonntagabend mahnt sie, dass Verkehrsregeln, die richtige Straßenseite und rote Ampeln selbstverständlich auch für Fahrer von Elektrorollern gelten. „Hinzu kommt, dass viele Autofahrer vielleicht noch nicht einschätzen können, wie schnell so ein E-Scooter die Straße überqueren kann“, so Weser.

Die Sprecherin macht darüber hinaus darauf aufmerksam, dass E-Scooter und die Personen darauf im Straßenverkehr bei Dunkelheit deutlich schlechter zu erkennen sind, als Radfahrer. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass die Elektroroller nur selten seitliche Reflektoren angebracht haben. „Es sollten alle E-Scooter-Fahrerinnen und Fahrer darüber nachdenken, eine Schutz- oder Warnweste zu tragen, um besser für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar zu sein“, rät Ronja Weser.

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