Auricher Weihnachtsgeschäft Kunden kaufen trotz der Krisenzeiten
Mit dem Weihnachtsgeschäft sind die Auricher Einzelhändler bislang überwiegend zufrieden. Am Wochenende brummte es in der Innenstadt geradezu.
Aurich - An Inflation oder zu hohe Energiepreisen mochte in der Auricher Innenstadt am Sonnabend niemand denken. Zur XXL-Einkaufsnacht waren aus ganz Ostfriesland Besucher in die Kreisstadt gekommen und bevölkerten sowohl die Fußgängerzone als auch den Weihnachtszauber. Stellenweise gab es kaum ein Durchkommen, wie auch Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, selbst beobachtet hat. „Das war im positiven Sinne der Ausnahmezustand“, sagt er im ON-Gespräch.
Der Weihnachtsmarkt sei dank der nun immer stärker anlaufenden Weihnachtsfeiern sehr gut besucht gewesen. Und dadurch habe es auch in den Geschäften der Innenstadt einen guten Lauf gegeben. Er habe viele Menschen mit gefüllten Einkaufstaschen gesehen, so Hippen. Und in der Tiefgarage hätten nicht nur Wagen aus Aurich, sondern aus der ganzen Region gestanden.
Leute wollen sich Weihnachtszeit nicht verderben lassen
Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen, sagt auch Heida Haltermann, Inhaberin des Modehauses Silomon. Es herrsche eine Superstimmung, man sehe die „pralle Lebensfreude“ bei den Kunden. Endlich könne ohne Bändchen, Masken oder andere Vorgaben der Einkauf genossen werden. Es könne vor allem gefeiert werden. Davon profitiere Silomon mit dem Angebot an anlassbezogener Kleidung. Kleider, Röcke und Glitter seien gefragt. „Teilweise mehr als 2019 vor der Corona-Pandemie.“ Im Rückblick erscheine die Zeit „wie aus einer anderen Welt“, so Haltermann. Eine Zeit, die nun abgestreift werde.
Zufrieden mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft ist auch Christiane Löhmann, Inhaberin des Kinder- und Spielzeuggeschäftes Hermerding am Marktplatz. Trotz der Krisen würden die Leute ihre Einkäufe tätigen, sagt sie im ON-Gespräch. Zur XXL-Einkaufsnacht seien die Menschen schubweise in ihr Geschäft gekommen. Es wirke fast so, als schöben die Leute die Krise vor sich her, wollten sich dadurch die Freude an der Vorweihnachtszeit nicht verderben lassen.
Goldene 7: Das zweite Auto ist weg
Etwas anders sieht das Roland Oltmanns vom Sportwerk in der Norderstraße. „Die Leute machen Zielkäufe“, sagt er. Es fehle aber das Zusätzliche. Er meint damit, dass die Kunden eher nicht noch etwas im Laden mitnehmen, was sie nicht vorher eingeplant hätten. Wegen des frühen Beginns der Adventszeit sei aber alles um ungefähr eine Woche verschoben. Mit dem richtigen Weihnachtsgeschäft werde es daher ab dem 10. Dezember erst so richtig losgehen.
Für den Kaufmännischen Verein hat sich der XXL-Sonnabend auf jeden Fall gelohnt. Das könne man auch an den Verkaufszahlen der Lotterie „Die Goldene 7“ ablesen, sagt Udo Hippen. Am Wochenende seien 6000 Lose verkauft worden. Eine Woche vorher seien es 4500 gewesen. „Das zweite Auto, ein Kia Picanto, wurde nun auch verlost.“ Es gehe an einen Gewinner aus Jever. „Auch das zeigt, dass der Auricher Weihnachtszauber Besucher aus dem gesamten ostfriesischen Raum anzieht.“ Wahrscheinlich müsste bereits am Montag die dritte Losserie mit weiteren 20.000 Losen angefangen werden. Bislang plant der Kaufmännische Verein mit vier Serien, also 80.000 Losen. Bislang wird nicht mit einer fünften Serie gerechnet.
Nicht alle Geschäfte haben sich am Sonnabend an der langen Einkaufsnacht beteiligt. Das liegt laut Udo Hippen zu einem Großteil auch an der derzeitigen Erkältungswelle. Dadurch sei nicht überall das Personal vorhanden, um eine dritte Schicht besetzen zu können. Dennoch herrsche bei den Unternehmen in der Innenstadt eine gute Stimmung. „Sie haben das Weihnachtsgeschäft herbeigesehnt“, sagt Udo Hippen.Nikolaus kommt auf heißem Schlitten
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