Berlin  Plagiatsvorwürfe gegen Osnabrücker DJ Robin Schulz: Das sagt seine Plattenfirma

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 29.11.2022 10:55 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Robin Schulz ist seit Jahren erfolgreicher DJ. Foto: dpa/Thomas Frey
Robin Schulz ist seit Jahren erfolgreicher DJ. Foto: dpa/Thomas Frey
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Im Sommer dieses Jahres veröffentlichte der Osnabrücker DJ Robin Schulz seinen Song „Miss You“ – und erntete prompt einen Shitstorm. Der Vorwurf: Es handelt sich um eine Kopie des gleichnamigen Tracks des Produzenten Southstar. Nun äußerte sich Schulz‘ Plattenfirma zu den Anschuldigungen.

Seit Monaten liegen der Osnabrücker DJ Robin Schulz und der Berliner Musikproduzent Southstar im Streit. Beide veröffentlichten in diesem Jahr unabhängig voneinander einen Song mit dem Titel „Miss You“. Schulz veröffentlichte das Lied im August, Southstar hatte bereits im Mai eine erste Version des Songs geteilt.

Dieser meldete sich kurz nach Schulz‘ Veröffentlichung via Instagram zu Wort: „Robin Schulz hat meinen Song ‚Miss you‘, den ich vor über einem Monat gedroppt habe, geklaut!“. Tatsächlich ähneln sich beide Lieder nicht nur im Titel, sondern auch der Melodie und im Gesang. Beide Künstler gaben zu, durch den Song „Jerk“ des US-amerikanischen Musikproduzenten Oliver Tree inspiriert worden zu sein. Schulz gab Tree dabei auch offiziell als weiteren Interpreten seines Songs an.

Im Gegensatz zu Southstar, äußerte sich Schulz bisher nicht zu den Plagiatsvorwürfen. Nun meldete sich jedoch seine Plattenfirma Warner Music zu Wort, wie das Magazin „Musik Woche“ unter Berufung auf ein Statement des Labels berichtet. Demnach heißt es von Warner Music: „Bei der Version des Tracks ‚Miss You‘ von Oliver Tree und Robin Schulz handelt es sich um die definitive Version des Songs, die sowohl das Recording als auch die zugrunde liegende Komposition von Oliver Trees Originial-Track ‚Jerk‘ verwendet.“

Dagegen habe Southstar den Song ‚Jerk‘ ohne Genehmigung geremixed und eine Version mit komplett neu aufgenommenen Vocals veröffentlicht, um die rechtmäßige Kompensierung von Oliver Tree und seinem Label zu umgehen. Eine klares Bekenntnis von Warner Music zu seinem Künstler Robin Schulz.

Dagegen hält Southstar an seiner Version der Geschichte fest. „Jerk“ von Oliver Tree habe ihn zu seinem Song „Miss You“ inspiriert, die entsprechenden Veröffentlichungsrechte habe er mit dem Künstler geklärt, schrieb Southstar im Oktober auf Instagram. Es sei enttäuschend für ihn, dass eine exakte Kopie seiner „Miss You“-Version unter dem Namen eines anderen berühmten Produzenten auftaucht und als überarbeitete Originalversion wahrgenommen werde.

„Miss You“ von Southstar wurde auf Spotify bislang mehr als 76 Millionen Mal angehört, die Version von Robin Schulz mehr als 151 Millionen Mal.

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