Kritik an neuer Feuerwehr Plötzlich uneins in der Standortfrage
Der Osteeler Gemeinderat wollten den Weg für das neue Feuerwehrhaus am Adeweg freimachen. Überraschend kam heftige Kritik von der SPD.
Osteel - Frei gemacht hat die Gemeinde Osteel am Dienstagabend den Weg für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses am Adeweg. Mit breiter Mehrheit, aber nicht einstimmig stimmte der Rat der dafür notwendigen Änderung des Bebauungsplan Nummer 0308 zu. Sie umfasst den Teil des Sportplatzes am Adeweg, auf dem das Feuerwehrgebäude entstehen soll.
Wie stellvertretender Gemeindedirektor Jochen Behrends sagte, bestünden gegen die Planänderung keine Bedenken. Während der Auslegung und Beteiligung der sogenannten Träger öffentlicher Belange habe es keine Einwände gegeben, die eine Planung unmöglich machten, berichtete er. Kritik kam überraschend aus Richtung der SPD-Fraktion im Rat. „Diesen Standort halten wir für bedenklich“, sagte Osteels Altbürgermeister Burkhard Heuer und verwies zur Begründung auf die direkte Nachbarschaft zu Grundschule und Kindergarten. Die zu erwartende Verkehrssituation sei bisher nicht ausreichend bedacht worden, kritisierte Heuer, der sich bei der Abstimmung über die Planänderung gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Gerhard Gummels enthielt.
Sorge um Sicherheit der Kinder
Bei Einsatzfahrten der Feuerwehr könnte es leicht zu einer Gefährdung von Kindern kommen, befürchtete Heuer. „Wenn jemand zum Einsatz fährt, hat er nur den im Kopf“, sagte er. Auf dem Adeweg herrsche zu bestimmten Zeiten reger Fahrzeugverkehr durch Schulbusse und Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren oder diese von dort abholten. Heuer forderte, zu überlegen, wie man den Verkehr entzerren könne. „Wir brauchen einen generellen Verkehrsplan“, so der frühere Ratsvorsitzende, der eine Einbahnstraßenregelung und Parkverbote für den betroffenen Abschnitt des Adewegs forderte.
Heuers Amtsnachfolgerin, Bürgermeisterin Ida Bienhoff-Topp (Bündnis für Brookmerland, BfB) kritisierte fehlende Informationen. „Das Problem besteht darin, dass wir den Plan bisher nicht kennen“, sagte sie.
Weitere Verzögerungen nicht vermittelbar
Behrends sagte, man habe parallel ein Planungsbüro beauftragt, die Verkehrssituation zu verbessern.
BfB-Ratsherr Gretus Schoolmann zeigte Verständnis für die Bedenken der SPD, warnte aber davor, „alles wieder infrage zu stellen“. „Das Verkehrskonzept muss passen“, verlangte er. Notfalls müsse „nachjustiert“ werden. Wichtig aber sei auch, dass die Feuerwehr ein Heim bekomme, das funktioniere. „Wir müssen endlich in Gang kommen“, so Schoolmann.
Ähnlich äußerte sich Harald Steen (Brookmer Wählergemeinschaft). Weitere Verzögerungen seien nicht mehr zu vermitteln. „Es muss etwas passieren“, forderte Steen. Eindringlich bat er darum, bei der weiteren Planung die Feuerwehr intensiv einzubeziehen.