Berlin  Hilfe im Haushalt: Mit diesen Saug- und Wischrobotern wird die Wohnung wirklich sauber

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 21.11.2022 13:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Saug- und Wischroboter können die Arbeit im Haushalt deutlich erleichtern - vorausgesetzt, sie sind gut. Foto: dpa/Jens Büttner
Saug- und Wischroboter können die Arbeit im Haushalt deutlich erleichtern - vorausgesetzt, sie sind gut. Foto: dpa/Jens Büttner
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Saugen und Wischen der Wohnung oder des Hauses kosten Zeit – und teilweise Nerven. Wie gut, dass es Putzroboter gibt, die einem die lästige Hausarbeit abnehmen. Aber welche putzen wirklich gut? Und müssen die Geräte tatsächlich teuer sein? Stiftung Warentest hat es getestet.

Wer wünscht sich nicht eine Haushaltskraft, die einem lästige Putzarbeiten wie Wischen und Saugen abnimmt? Die wenigstens können sich das vermutlich leisten. Aber es gibt eine Alternative: Roboter.

Haushaltsroboter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Weltweit wurden laut Statista vergangenes Jahr 31,2 Millionen solcher Geräte verkauft, 2022 sollen es Schätzungen zufolge 39 Millionen werden. Kein Wunder, verbringen die Deutschen einer repräsentativen Umfrage von 2019 des Statistikportals zufolge jährlich 156 Stunden mit staubsaugen. Zeit, die man sich sparen kann. Vorausgesetzt, der Saugroboter macht seine Arbeit ordentlich.

Stiftung Warentest hat 14 Geräte getestet – vier reine Saugroboter, zehn mit zusätzlicher Wischfunktion. Die positive Nachricht vorab: Fast jedes zweite Gerät ist gut. Und manche davon gibt es bereits ab 400 Euro.

Wer jetzt allerdings denkt, ein einziger Roboter erledigt die gesamte Putzarbeit, den enttäuscht das Testergebnis jedoch auch: Kein Gerät bietet das Rundum-sorglos-Paket. Saugt der Roboter auf Hartböden besonders gut, versagt er häufig auf Teppichen.

Die Wischfunktion ist zudem oft nicht optimal und wird von Stiftung Warentest bei den meisten Geräten lediglich mit befriedigend oder gar nur ausreichend bewertet. Zwei Geräte fallen hier mit „mangelhaft“ gänzlich durch: der Dreame Bot Z10 Pro sowie der Eufy RoboVac X8 Hybrid. Sie erreichen auch insgesamt nur die Note 4 beziehungsweise 4,4.

Der Gesamttestsieger ist mit Note 2,4 der Roborock S7 MaxV Ultra. Kostenpunkt: 1400 Euro. Er schneidet vor allem beim Saugen auf Hartboden gut ab (1,7). Teppichböden reinigt er befriedigend (3,1), im Wischen bekommt er eine 3,3. Der stattliche Preis halbiert sich, wenn man den Saug- und Wischroboter ohne Servicestation nimmt.

Der Testsieger der Stiftung Warentest bei den reinen Saugrobotern ist der Miele RX3 für 660 Euro. Er schneidet mit einer Gesamtnote von 2,1 ab. Sehr gute Ergebnisse erzielt er beim Saugen von Hartböden (1,5). In Sachen Teppichböden ist das Gerät lediglich befriedigend (2,6). Allerdings kommt dieses Gerät gut mit langen Haaren zurecht.

Günstiger, aber ebenfalls gut bewertet ist der Neato D8 für 400 Euro. Er bekommt die Gesamtnote 2,3. Auch dieser reine Saugroboter leistet ordentliche Arbeit beim Saugen von Hartböden (1,8), schneidet aber bei Teppichböden nur mit einer 3,0 ab.

Besonders preiswert und dennoch gut ist der Saug- und Wischroboter Medion X40 SW (2,5). Er kostet 300 Euro, saugt Hartböden sehr gut (1,5) und wischt immerhin befriedigend (3,1). Geeignet ist er laut Stiftung Warentest auch für das Beseitigen von kurzen Hunde- und Katzenhaaren.

Die Frage, die sich beim Kauf stellt: Sollte ein Putzoboter mit oder ohne Servicestation gekauft werden? Fakt ist: Saug- und Wischroboter mit einer solchen Station liegen eher im obereren Preissegment. Jedoch ziehen die Stationen den Staub und teilweise auch das Schmutzwasser aus den Geräten, wenn sie andocken. Das erleichtert die Arbeit, da man den Roboter nicht nach jeder Putzrunde händisch leeren muss. Laut Stiftung Warentest klappt diese Funktion bei allen getesteten Geräten gut.

Um die Saug- und Wischroboter zu steuern, gibt es zu den meisten Geräten Apps. Zwar funktionieren die Roboter auch ohne, über das Smartphone lassen sich aber zum Beispiel „Verbotszonen“ einrichten. Soll der Putzroboter also nicht unter die Couch fahren, weil er sich sonst festfährt, kann man diesen Bereich über die App als verboten definieren und er spart diesen Bereich aus. Zusätzlich lassen sich die kleinen Haushaltshelfer so aus der Entfernung aktivieren.

Um lange Freude an einem Saug- und Wischroboter zu haben, benötigt er – wie auch normale Staubsauger – Pflege und Wartung. Die Stiftung Warentest weist auf folgende Maßnahmen und ihre Kosten hin:

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