Gedenken an Pogromnacht In Aurich gibt es Werke von einst verfemten und ermordeten Musikern
Die Veranstaltung beginnt am 9. November am Synagogenplatz am Hohen Wall. Nach der Kranzniederlegung folgt ein musikalisches Programm – diesmal mit einer Neuerung.
Aurich - Zur Erinnerung an die Schrecken der Pogromnacht findet am Mittwoch, 9. November, eine Gedenkveranstaltung am Synagogenplatz und eine Kranzniederlegung an der Kirchstraße in Aurich statt. Beginn ist um 18 Uhr auf dem Synagogenplatz am Hohen Wall. Das teilt Pastor Jörg Schmid von der evangelisch-reformierten Kirche in Aurich mit. Es sprechen Pfarrer Andreas Robben (Katholische Kirche) als Vertreter der Ökumene und Ulrich Kötting, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland. Musikalisch wird das Gedenken vom Projektchor unter der Leitung von Heinrich Herlyn mitgestaltet.
Um 19 Uhr werden in der Evangelisch-reformierten Kirche Aurich Werke von Musikerinnen und Musikern zu Gehör gebracht, die vom Nazi-Regime verfemt, gedemütigt oder ermordet wurden. Zu hören sind Stücke von James Simon, Hanns Eisler, Erwin Schulhoff, Ilse Weber, Viktor Ullmann, Adolf Strauss und Max Bruch. Darüber hinaus wird an drei Malerinnen erinnert, die nach Theresienstadt verschleppt und dort ermordet wurden: Clara Arnheim, Julie Wolfthorn und Johanne Oppenheim. Es singen Adrian Mills und Paul Zell, die Texte werden von Irene Mills vorgetragen. Jörg Schmid (Violine), Birgit Marwede (Viola), Christoph Otto Beyer (Violoncello) und Anja Wolff (Klavier) werden die Feier musikalisch mitgestalten.
Neuigkeit in diesem Jahr
Neu in diesem Jahr ist den Angaben zufolge, dass die Lieder auch von Klavierschülerinnen und Klavierschülern der Musikschullehrerin Anja Wolff begleitet werden, die sich für diese Art des Gedenkens haben gewinnen lassen: Malte Fecht, Michelle Horn, Nico Kwade, Johnny Nguyen und Peter Smitt.
Der Zugang zur reformierten Kirche ist derzeit aufgrund von Renovierungsarbeiten nur über den Hintereingang über die Lilienstraße möglich.