Zuschüsse  Geldgeschenke für Marienhafer Mühlen

| | 21.10.2022 21:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Mühle Hentschel in Marienhafe-Tjüche.
Die Mühle Hentschel in Marienhafe-Tjüche.
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Die Gemeinde Marienhafe gewährt Zuschüsse zur Restaurierung – dies laut Bürgermeister aber nur „mit Bauchschmerzen.

Marienhafe - Die Gemeinde Marienhafe beteiligt sich finanziell an der Restaurierung zweier Mühlen in ihrem Gebiet. Das habe der Verwaltungsausschuss der Gemeinde in dieser Woche beschlossen, teilte Bürgermeister Johann Tjaden (SPD) auf Anfrage mit. Demnach erhalten die Eigentümer der Schewelingschen Mühle, Torsten und Gundolf Scheweling, 41.000 Euro. Weitere 39.000 Euro werden Familie Hentschel überwiesen, der die Mühle im Marienhafer Ortsteil Tjüche gehört. Vor allem im Fall der Schewelingschen Mühle habe es sich der dreiköpfige Ausschuss nicht leicht gemacht und am Ende bei einer Enthaltung „mit Bauchschmerzen“ entschieden.

Während an der Tjücher Mühle laut Tjaden die Galerie erneuert werden soll, haben an der Scheweling-Mühle erste Sanierungsarbeiten bereits begonnen. Wie berichtet, erhält das Packhaus einen neuen Dachstuhl. Zudem werden die Reetbedeckung der Kappe und des Müllerhauses erneuert. Nach Angaben der Gebrüder Scheweling verursachen die derzeit laufenden Arbeiten Kosten in Höhe von 179.000 Euro.

Mühle und Packhaus künftig für öffentliche Veranstaltungen

Davon übernimmt die Gemeinde jetzt 41.000 Euro. In jeweils gleicher Höhe beteiligen sich der Mühlenpool des Landkreises Aurich und die Eigentümer selbst. Die restlichen rund 56.000 Euro würden aus Mitteln der Dorferneuerung erwartet.

Die Entscheidung, das Geld für die Scheweling-Mühle zu gewähren, sei vor allem deshalb nicht leichtgefallen, weil die Eigentümer diese über Jahre verkommen lassen und der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht hätten, sagte Tjaden. Das solle sich ändern. Die Gemeinde werde sich vertraglich zusichern lassen, dass Mühle und Packhaus künftig für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden könnten. „Sonst gibt es kein Geld“, stellte der Bürgermeister klar. Die finanzielle Beteiligung solle zudem helfen, bei möglichen Eigentumswechseln in Zukunft als Gemeinde einen Fuß in der Tür zu behalten.

Die Zuschüsse für beide Mühlen würden nicht über Kredite finanziert. „Das gibt unser Haushalt her“, sagte Tjaden.

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