Bremen  Straßenkriminalität in Bremen: Ermittlungsgruppe bringt mehrere Täter in U-Haft

Eyke Swarovsky
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Von Eyke Swarovsky
| 19.10.2022 17:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Ermittlungsgruppe der Polizei Bremen hat innerhalb eines Monats gleich mehrere Kriminelle in Untersuchungshaft gebracht. Foto: Bundespolizei
Eine Ermittlungsgruppe der Polizei Bremen hat innerhalb eines Monats gleich mehrere Kriminelle in Untersuchungshaft gebracht. Foto: Bundespolizei
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Die Polizei Bremen hat wegen einer steigenden Zahl an Straftaten auf offener Straße eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Eine erste Bilanz nach einem Monat.

Steigende Fallzahlen bei der Straßenkriminalität in Bremen haben die Polizei im September dazu veranlasst, eine eigene Ermittlungsgruppe zu gründen. Nach gut einem Monat ziehen die Beamten nun ein erstes Fazit.

Die Ermittlungsgruppe, die zur gezielten Bekämpfung der Diebstahls- und Raubkriminalität im Bereich der Bremer Innenstadt eingerichtet wurde, findet laut einer Mitteilung der Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei statt. Neben den Ermittlungen wurden ab Oktober auch gezielte Schwerpunktmaßnahmen mit Unterstützung von Zivilkräften durchgeführt.

Durch die Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den anderen Behörden gelang es, 22 vorläufige Festnahmen bei elf Taten durchzuführen. Die nach Angaben der Polizei überwiegend aus Algerien, Marokko und Tunesien stammenden Täter begangen überwiegend gewerbsmäßige und arbeitsteilige Diebstahlsdelikte. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten insbesondere Handys, Bargeld, Portemonnaies, EC-Karten und Personalpapiere. Mehrere Täter hatten sogenannte Einhandmesser und Pfeffersprays mit sich.

Zuletzt wurde am Dienstag, 18. Oktober, ein Haftbefehl gegen einen 27-jährigen Somalier erlassen, der an der Löningstraße in Bremen-Mitte einem 24-jährigen Mann versuchte, das Bargeld aus der Jackentasche zu ziehen. Der 24-Jährige bemerkte dies und es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. In dessen Verlauf versuchte der Täter den Mann mit einer Flasche zu schlagen. Am Boden liegend raubte der 27-Jährige Wertgegenstände und das Mobiltelefon aus der Jacke. „Das Raubgut konnte anschließend bei der Gestellung mit Ausnahme des Handys aufgefunden und wieder ausgehändigt werden“, teilt die Polizei mit.

Durch die nach eigenen Angaben „intensiven Ermittlungen“ hat das Amtsgericht Bremen auf Antrag der Staatsanwaltschaft insgesamt gegen fünf Zuwanderer zwischen 18 und 27 Jahren Untersuchungshaftbefehle erlassen. Weitere Haftprüfungen stehen aktuell noch aus. Die Polizei kündigt an, die Maßnahmen konzentriert weiterzuführen. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei rät auch vor dem Hintergrund des aktuell stattfindenden Freimarkts weiterhin: „Achten Sie auf Ihre Wertsachen! Verwahren Sie Wertgegenstände in verschließbaren Innentaschen und tragen Sie weder Handy noch Portemonnaie lose in der Hosentasche. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen. Zeigen Sie Unbekannten nicht Ihr Handy. Die Frage nach der Uhrzeit, könnte ein Trick sein, um einen Diebstahl oder Raub vorzubereiten.“

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