Neubau der Friesenbrücke Deutsche Bahn sucht einen neuen Teilprojektleiter
Nach der Auftragsvergabe für das 200-Millionen-Projekt hält sich die Bahn aktuell mit Infos zum Bau der neuen Einsenbahnbrücke bedeckt. Das soll sich Mitte November ändern.
Hilkenborg/Weener - Die Deutsche Bahn AG hat die Stelle eines Teilprojektleiters für den Neubau der Friesenbrücke bei Hilkenborg und Weener zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgeschrieben. Eine Bahnsprecherin teilte auf Anfrage mit, dass es sich um „ein normales Prozedere“ handelt. Die Frage, ob die Stelle neu besetzt werden muss, oder ob die Bahn für das in Europa bislang einmalige Projekt einen weiteren Projektingenieur einstellt, ließ das Unternehmen offen.
In der Stellenausschreibung der Deutschen Bahn heißt es: „Du übernimmst Aufgaben im Projektmanagement mit den Schwerpunkten Baulenkung und Baurealisierung im Zusammenhang mit dem Neubau der Friesenbrücke, der zukünftig größten Hub-Dreh-Brücke Europas. Du unterstützt dabei unser Team direkt vor Ort auf der Baustelle im Landkreis Leer und am Standort Hannover.“ Und weiter heißt es: „In Deiner Funktion als Teilprojektleiter stellst Du gemeinsam mit dem Projektteam und in enger Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten die qualitäts-, budget- und termingerechte Umsetzung der Planungs- und Bauleistungen im Projekt Friesenbrücke sicher.“
Horizontale Bohrungen stehen vor Abschluss
Nähere Angaben zum aktuellen Baustand wollte die Deutsche Bahn zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen. Aus einem einfachen Grund: Die Deutsche Bahn will für Mitte November die Presse zu einem offiziellen Vor-Ort-Termin einladen und öffentlich vorstellen, was als nächstes an der Baustelle an der Ems passiert.
Eine Info gab es aber doch noch: Die Vorbereitungen für die Arbeiten an der neuen Friesenbrücke schreiten voran. Kurz vor dem Abschluss stehen die Bohrungen unter der Ems. Wie berichtet, sind zwei horizontale Bohrungen unter der Ems durchgeführt worden. Anschließend werden Kabelkanäle in die Bohrlöcher eingezogen. Diese sind für die neue Brücke erforderlich, um die notwendigen Stromkabel, Telekommunikationskabel sowie leit- und sicherungstechnische Kabel unter der Ems durchzuführen.
Wie berichtet, hatte die Bahn am 22. August mitgeteilt, dass die kalkulierten Kosten für den Neubau der Friesenbrücke stark gestiegen seien – von 125 auf jetzt 200 Millionen Euro. „Ursachen dafür liegen in der aktuellen Preisentwicklung und den gestiegenen Material- und Personalkosten, in Aufschlägen für aktuelle Risiken aufgrund des Ukraine-Kriegs, gestörten Lieferketten und einem insgesamt begrenzten Wettbewerb“, hießt es seinerzeit.
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