Fußball-Bezirksliga Welches Team stürzt in die Krise?
Die zuletzt sieglosen Teams Middels und Wallinghausen treffen am Sonntag in der Bezirksliga aufeinander. Wie beide Trainer die Trendwende schaffen wollen.
Middels/Wallinghausen - Grund zur Nervosität verspürt Bruno Mönck, Trainer des TuS Middels, noch nicht. Nach dem fast perfekten Saisonstart mit neun Spielen ohne Niederlage hat der TuS die letzten beiden Spiele verloren. Dem Gegner am Sonntag geht es ähnlich. 0:4 und 0:4 lauteten die Ergebnisse des SV Wallinghausen aus den letzten beiden Begegnungen. Der Verlierer der Bezirksliga-Partie schlittert in eine Ergebniskrise.
Die Gründe, warum die beiden Mannschaften ihre Spiele ohne Erfolgserlebnis beendet haben, erklären beide Trainer mit ähnlichen Begründungen. „Ich hatte einfach nicht genügend Spieler gegen Holtland und in Norden. Erfahrene und wichtige Spieler haben uns gefehlt“, sagt Mönck. Vor dem Spiel am Sonntag hat sich die Personallage ein wenig verbessert. Die gesperrten Spieler Fred Ocloo und Kevin Hollmann kehren in den Kader zurück. „So habe ich wieder mehr Möglichkeiten“, freut sich Mönck.
Erfahrung fehlt
In Wallinghausen ist die einzige Konstante im bisherigen Saisonverlauf die fehlende Konstanz. Erst gab es vier Niederlagen, dann vier Siege und zuletzt wieder zwei Pleiten. Für SVW-Trainer Ewald Mühlenbrock liegt der Grund auf der Hand. „70 Prozent der Spieler sind unter 21 Jahre alt. Ein Alter, in dem Menschen viele Erfahrungen sammeln – auf dem Sportplatz und im richtigen Leben. „Das spiegelt sich auch auf dem Platz wider. Viele Spieler sind in der Woche nicht anwesend, weil sie studieren“, sagt Mühlenbrock. Bitter für Mühlenbrock: Morgen vor dem wichtigen Spiel in Middels muss er auf erfahrene Kräfte wie Bent Bogena und Marvin Dahlke verzichten. Auch Torhüter Julian Ahlers wird in den kommenden Wochen fehlen, er reist durch Afrika.
Der Wallinghausener Trainer will in Middels unbedingt die Trendwende schaffen. „Ich verspüre schon einen gewissen Druck“, sagt Mühlenbrock. Aufpassen müssen seine Abwehrspieler vor allen Dingen bei gegnerischen Standards. „Mit Johann Fass und Max Beccard haben sie sehr starke Kopfballspieler in ihren Reihen.“
Verschiedene Philosophien
Für Mühlenbrock prallen am Barger Weg zwei unterschiedliche Philosophien aufeinander. Der Dorfverein Wallinghausen mit jungen Talenten und Spielern aus der direkten Umgebung und auf der anderen Seite der TuS Middels, der zum großen Teil auf Erfahrung und Spieler setzt, die auch schon höher gespielt haben. „Das macht die Partie zusätzlich interessant“, findet Mühlenbrock.
Bruno Mönck sieht auch noch andere Gründe für die beiden Niederlagen. Die Passquote habe nicht gestimmt und auch die Herangehensweise sei irgendwie ein wenig lax gewesen. „Darum müssen wir Gas geben. In der Bezirksliga kann jeder jeden schlagen. Neun Spiele haben wir alles in die Waagschale geworfen. Da müssen wir wieder hinkommen“, sagt Mönck.
Weit entfernt von einer Krise ist der SV Großefehn. Zweimal vier Tore in den letzten beiden Spielen – und schon kann Trainer Bi Le Tran auf die Spitzengruppe schielen. Weiteren Boden gut machen können die Fehntjer am Sonntag im Auswärtsspiel beim Tabellendritten Larrelt. Die Sportfreunde bieten in dieser Saison wieder jede Menge Spektakel, auf jeden Fall dürften in der Partie am Sonntag (15 Uhr) eine Menge Tore fallen. Das Bezirksligaspiel zwischen Ostfrisia Moordorf und dem TV Bunde ist bereits am Freitagvormittag abgesagt worden.