Kiew  Zu teuer: Elon Musk droht Starlink für die Ukraine abzuschalten

Sören Becker
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Von Sören Becker
| 14.10.2022 11:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Ukraine mit Starlink zu beliefern wird Elon Musk wohl zu teuer. Foto: Carina Johansen
Die Ukraine mit Starlink zu beliefern wird Elon Musk wohl zu teuer. Foto: Carina Johansen
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Starlink ist der wichtigste Kommunikationskanal für die ukrainischen Truppen. Das wird Multimilliardär Elon Musk als Betreiber aber wohl zu teuer.

Eigentlich sollte Elon Musk keine Geldsorgen haben. Auf fast 216 Milliarden wird das Vermögen des Chefs von Tesla und Space-X geschätzt. Die Ukraine via Starlink mit Internet zu versorgen, wird ihm laut des US-Nachrichtensenders CNN aber wohl zu teuer.

Das Satellitensystem bringt Internet auch in entlegene Gebiete. Dafür braucht es nur eine handliche Antenne. Das ermöglicht es der ukrainischen Armee, leichter zu kommunizieren oder Aufklärungsdrohnen aus der Ferne zu steuern. Die Kosten dafür will Musk nun abwälzen. Starlink ist der wichtigste Kommunikationskanal für die ukrainischen Truppen.

Zu Beginn des Krieges hat Musk den Ukrainern Zugang zu dem Satellitennetzwerk aus etwa 40.000 Erdtrabanten gespendet. Nun hat Musks Betreiberfirma Space-X laut CNN in einem Schreiben an das Pentagon gedroht, dem ein Ende zu setzen. Sollte die US-Armee nicht die Kosten für das Satellitennetzwerk übernehmen, müsse er der Ukraine die Nutzungsrechte entziehen.

Es geht laut CNN um 120 Millionen Dollar bis Ende des Jahres und 400 Millionen Dollar für die nächsten zwölf Monate. „Wir sind nicht in der Lage weitere Terminals zu spenden oder die bestehenden Terminals auf unbestimmte Zeit weiterzubetreiben“, wird aus dem Schreiben zitiert. Dem Brief liege ebenfalls eine Bitte des ukrainischen Oberbefehlshabers Valerii Zaluzhniy bei, weitere 4000 Satelliten zu liefern.

Zuletzt war die ukrainische Offensive von großflächigen Ausfällen des Internetsystems behindert worden. Betroffen sind vor allem Gebiete, die von Russland beansprucht werden. Auch eine Bitte, das Netzwerk auf die von Russland besetzte Krim auszuweiten, hat Musk abgeschlagen. Berichte, dass dies auf Bitte des russischen Präsidenten Wladimir Putins geschehen ist, streitet Musk ab. Der Milliardär begründet seine Ablehnung mit der Angst vor einer Eskalation.

Wie CNN berichtet, betreffen die Ausfälle alle Gebiete hinter der Frontlinie mit Verlauf am 30. September. Eine Warnung für die Ukrainer habe es nicht gegeben.

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