Sorge um Brakhuis Walle  Energiekosten bringen Verein an den Rand der Belastbarkeit

Udo Hippen
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Von Udo Hippen
| 14.10.2022 10:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wallster Wahrzeichen: Das Haus „Brakhuis“ ist die alte Schule Walle und nach dem gleichnamigen Dorflehrer benannt. Seit fast 30 Jahren ist die Begegnungsstätte in der Trägerschaft des Fördervereins Walle. Foto: Udo Hippen
Wallster Wahrzeichen: Das Haus „Brakhuis“ ist die alte Schule Walle und nach dem gleichnamigen Dorflehrer benannt. Seit fast 30 Jahren ist die Begegnungsstätte in der Trägerschaft des Fördervereins Walle. Foto: Udo Hippen
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Gestiegene Gaspreise machen dem Wallster Förderverein für die Begegnungsstätte „Alte Schule – Haus Brakhuis“ zu schaffen. Worauf der Träger des Baudenkmals hofft.

Aurich - Der Blick auf die zu erwartenden Energiekosten treibt Emil Tammen, Schatzmeister des Fördervereins Walle, Sorgenfalten ins Gesicht. „Unser monatlicher Abschlag erhöht sich um fast 300 Euro“, spricht der Wallster von 450 Euro Kosten für Strom und Gas, die der Träger des historischen „Brakhuis“, der alten Schule Walle, ab November zahlen muss. „Mit unserem denkmalgeschützten Gebäude haben wir höhere Gaspreise als mit einem Privathaus“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Holm Eggers im Gespräch mit den ON das Dilemma. „Wir können die Heizung nicht einfach abdrehen. Gerade wegen des alten Gemäuers muss eine gleichbleibende Temperatur herrschen, um Schimmelbildung vorzubeugen.“

Ein weiterer Zuschuss von der Stadt Aurich für den Unterhalt des historischen Hauses kann nicht beantragt werden. „Den haben wir bereits bekommen“, ergänzt Eggers und erklärt weiter, dass Rat und Verwaltung 14.000 Euro für notwendige Sanierungsarbeiten im Haushalt bereitgestellt hätten. 2000 Euro seien im Frühjahr in die Sanierung der alten Eingangstür geflossen und jetzt stünden vorerst 10.000 Euro für Fugarbeiten am Mauerwerk zur Verfügung. „Dafür haben wir jetzt den Auftrag erteilt“, schielt der Vereinsvorsitzende auf gutes Wetter, damit die notwendigen Arbeiten in der nächsten Woche beginnen können. „Wir hoffen darauf, dass die Arbeiten bis Anfang November abgeschlossen sind“, richtet er seinen Blick bereits auf das erste Novemberwochenende. „Dann steht unser Kunsthandwerkermarkt auf dem Programm.“

Veranstaltungen wichtige Einnahmequellen

Eggers sieht in den Veranstaltungen einerseits einen wichtigen Aspekt, um das dörfliche Leben in Walle zu fördern, aber andererseits einen notwendigen finanziellen Beitrag dafür, um als Trägerverein das unter Denkmalschutz stehende Gebäude zu erhalten. „Ohne die Einnahmen aus unseren Märkten geht es nicht“, betont auch der Schatzmeister, der den Vereinshaushalt darüber hinaus über die Beiträge der rund 70 Mitglieder und aus den Vermietungen der Begegnungsstätte sichert. „Beiträge und Mieteinnahmen allein reichen nicht aus.“ Umso wichtiger sei ein erfolgreicher Verlauf des Veranstaltungswochenendes.

Für den jetzt anstehenden 26. Kunsthandwerkermarkt (5./6. November, 10 bis 17 Uhr) und die Auswahl der Künstler zeichnet traditionell Karin Schwarz verantwortlich. Unterstützt wird die Wallsterin bei der Organisation vom Fördervereinsvorstand. „Alle Aussteller sind voller Vorfreude auf den Markt“, spricht die Wallsterin gegenüber den ON von elf Ausstellern, die sich auf den Innen- und Außenbereich der Begegnungsstätte verteilen. Flankierende Angebote wie Kaffee- und Kuchenbüffet zählen obendrein dazu.

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