Boßel-Landesliga  Die Sorge vor dem Fehlstart

| | 13.10.2022 15:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Hendrik Heyen will mit Ostfrisia Rahe am Sonntag den ersten Saisonsieg schaffen. Foto: Wilfried Gronewold
Hendrik Heyen will mit Ostfrisia Rahe am Sonntag den ersten Saisonsieg schaffen. Foto: Wilfried Gronewold
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Rahe und Dietrichsfeld stehen in den Heimkämpfen der Landesliga unter Druck. Warum die Teams trotzdem Ruhe bewahren.

Ostfriesland - Wer in der Boßel-Landesliga bestehen will, muss seine Heimwettkämpfe gewinnen. Vor dem dritten Spieltag in der höchsten Männerliga stehen zwei Auricher Mannschaften schon gehörig unter Druck. Rahe und Dietrichsfeld sind mit zwei Niederlagen gestartet und sind nun auf der Heimstrecke gefordert. Für beide Mannschaften kommt der Stolperstart in die Saison nicht überraschend.

Dietrichsfeld musste zunächst zweimal auswärts ran und verlor beide Wettkämpfe. In Westeraccum verlor die Mannschaft um Teamkapitän Matthias Niendieker noch knapp mit vier Würfen und zeigte eine gute Leistung, eine Woche später in Südarle waren es dann schon zwölf Würfe. Nun hofft Niendieker gegen Ardorf auf die ersten Saisonpunkte.

Schweres Auftaktprogramm für Rahe

Beim Vorjahresdritten Rahe könnte das schwere Startprogramm in einer Negativspirale münden. Die Mannschaft um Gert Mimke Köllmann zeigte bei den Niederlagen gegen Meister Pfalzdorf und in Schirumer Leegmoor ansprechende Leistungen, doch die Null auf dem Punktekonto steht. Am Sonntag empfangen die Rahester mit Burhafe den nächsten dicken Brocken am Kukelorum. Fängt jetzt dort das große Flattern an? „Es fängt langsam im Kopf an zu arbeiten“, sagt Rahes Mannschaftsführer Köllmann. „Wenn wir diesen Wettkampf verlieren sollten, gehen wir mit 0:6-Punkten in den Auswärtswettkampf nach Reepsholt“, so Köllmann weiter. Burhafe hat am zweiten Spieltag zu Hause gegen den FKV-Meister Reepsholt gewonnen, Köllmann ist gewarnt. „Die sind richtig gut drauf im Moment.“

Doch Köllmann bewahrt noch Ruhe. Es sei einfach zu früh, um in Panik zu verfallen. „Die Leistungen zeigen ein anderes Bild als die Tabelle“, sagt er. Gerne würde Köllmann mit seiner Mannschaft an die Leistungen der abgelaufenen Spielzeit anknüpfen, doch der Friesensportler ist auch Realist. „Unser Saisonziel ist ein solider Platz im Mittelfeld. Der dritte Platz aus dem Vorjahr lässt sich nicht so einfach wiederholen“, so Köllmann. Doch vor dem richtungsweisenden Wettkampf am Sonntag stellt Köllmann fest. „Wir müssen den Wettkampf gegen Burhafe klipp und klar gewinnen.“

Top-Wettkampf in Westeraccum

Schirumer Leegmoor durfte nach dem ersten Saisonsieg am zweiten Spieltag gegen Ostfrisia Rahe aufatmen. „So haben wir den ersten Druck rausgenommen“, freute sich auch Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch. Mit frischem Selbstvertrauen geht es nun nach Leerhafe. Vielleicht gibt es den ersten Auswärtssieg für die Leegmoorer beim Aufsteiger. Doch Leerhafe hat auf eigener Strecke bereits einen Heimwettkampf im Aufsteigerduell gegen Ardorf gewonnen.

Meister Pfalzdorf hat in der noch jungen Saison gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem Auswärtserfolg am Kukelorum gewann die Mannschaft um Kapitän Mathias Cremer auch den ersten Heimwettkampf relativ souverän und führt die Tabelle wieder an. Sorgen um einen Fehlstart gibt es beim Meister also nicht. Dafür ärgert sich Cremer über etwas anderes. „Die Pause war für uns sehr unpassend, wir waren gerade in einem Flow“, sagt Cremer.

Nun geht es für den Titelverteidiger nach Westeraccum. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison verlor Pfalzdorf in Westeraccum, die Heimmannschaft rettete sich mit diesem Sieg vor dem Abstieg. Dieses Mal ist Westeraccum mit zwei Siegen in die Saison gestartet, es gibt also einen echten Spitzenwettkampf. „Mal schauen, wie stark sie wirklich sind. Es ist auch eine kleine Wundertüte, sagt Pfalzdorfs Mannschaftsführer.

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