Hilfe für Ukrainer  Geflüchtete werden auf Borkum untergebracht

| 12.10.2022 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Einfahrt zur ehemaligen Marinekaserne auf Borkum. Foto: DPA
Die Einfahrt zur ehemaligen Marinekaserne auf Borkum. Foto: DPA
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Der Landkreis Leer bringt geflüchtete Menschen aus der Ukraine in der Jugendherberge unter. Der Vertrag mit der Einrichtung ist allerdings befristet.

Borkum - Wohnraum für Geflüchtete ist auch im Landkreis Leer knapp. Deshalb sollen Geflüchtete aus der Ukraine vom kommenden Freitag an in der Jugendherberge auf Borkum Obdach finden. Vorerst bis Ende März kommenden Jahres. Das kündigt Landrat Matthias Groote an. „Wir haben uns mit der Jugendherberge auf der Insel geeinigt, darüber sind wir sehr froh“, teilt er am Mittwoch mit. Mit der Unterbringung von Geflüchteten in der Herberge habe der Landkreis bereits 2015/16 gute Erfahrungen gemacht. Zur Vorbereitung der Aufnahme von Flüchtlingen stehe die Jugendherberge in enger Abstimmung mit der Stadt Borkum und dem Landkreis Leer.

Nun sollen an diesem Freitag die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine mit der Fähre nach Borkum gebracht werden. Die Jugendherberge steht dem Landkreis dafür befristet zur Verfügung – der Vertrag läuft bis Ende März 2023. Wie die Kreisverwaltung und die Jugendherberge in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, kann die folgende Anzahl an Geflüchteten aufgenommen werden: ab dem 14. Oktober bis zu 210 Menschen, ab dem 21. Oktober bis zu 369 und ab dem 28. Oktober bis zu 500 Menschen. Ab Anfang März 2023 wird der Landkreis dann damit beginnen, die in der Jugendherberge untergebrachten Flüchtlinge nach und nach wieder aufs Festland zu holen; bis zum 31. März 2023 müssen die letzten Flüchtlinge die Herberge verlassen haben.

Asylbewerber werden weiterhin im Kreis Leer untergebracht

In der Jugendherberge auf Borkum werden ausschließlich Menschen untergebracht, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Die Einzelheiten zu dem Transfer der Flüchtlinge auf die Insel sind in der Endabstimmung. Asylbewerber aus anderen Ländern werden weiterhin auf die Städte und Gemeinden auf dem Festland verteilt.

Die Jugendherberge wird sich um die Verpflegung der Flüchtlinge kümmern. Wenn die Menschen medizinische Hilfe brauchen, muss dies im ärztlichen Regelsystem erfolgen. Da alle Flüchtlinge nach Zuweisung durch das Land Niedersachsen zunächst in der Ankunftsstelle, die in der Turnhalle der Berufsbildenden Schulen in Leer eingerichtet worden ist, medizinisch erstversorgt werden, wird bei der Zuweisung den besonderen medizinischen Versorgungsmöglichkeiten auf der Insel durch eine entsprechende Personenauswahl Rechnung getragen.

Falls es auf der Insel geeignete Jobangebote gibt, können die Flüchtlinge auch eine Arbeit annehmen. Neu zugewiesene Flüchtlinge werden zunächst in der Ankunftsstelle in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen in Leer aufgenommen und registriert. Danach erfolgt die Unterbringung auf Borkum. Es werden von Mitte Oktober an kontinuierlich Geflüchtete in der Jugendherberge aufgenommen, bis die Maximalzahl von 500 Personen erreicht ist.

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