Bauarbeiten Fockenbollwerkstraße Planungsfehler ist Grund für Verzögerungen
Ein Planungsfehler ist der Grund für die Verzögerungen bei der Sanierung der Fockenbollwerkstraße. Bürgermeister Horst Feddermann spricht von einem „Worst-Case“.
Aurich - Ein Planungsfehler ist der Grund für die Verzögerung der Bauarbeiten an der Fockenbollwerkstraße. Das teilte Bürgermeister Horst Feddermann im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch mit. In den vergangenen Tagen sei die Kommunikation unglücklich verlaufen, sagte er. Man wolle das Thema aufarbeiten.
Der Fehler, der nun zu den Verzögerungen führt, trat wohl in der Planungsphase auf. Das beauftragte Büro habe nicht eingerechnet, dass die Fockenbollwerkstraße nach den Arbeiten etwas tiefer liegt als vorher. Somit wäre der Abstand des Regenwasserkanals zur oberen Asphaltschicht zu gering. Sie könnte unter Belastung einsacken.
„Das ist der Worst-Case“
Der Fehler des Planungsbüros sei nur menschlich, sagte Feddermann. Schuldzuweisungen lägen ihm fern. Immerhin sei die Planung des Büros durch mehrere Abteilungen gegangen, keinem sei der Fehler aufgefallen. „Alle haben es gesehen, keiner hat reagiert“, sagte der Bürgermeister. Erst die ausführende Baufirma Strabag habe Bedenken geäußert, so Feddermann. Es sei während der Arbeiten aufgefallen, dass der Regenwasserkanal nicht tief genug liege. Dafür wolle die Firma nicht die Haftung übernehmen, falls etwas passiere.
„Das ist der Worst-Case“, sagte Feddermann. Aufgefallen sei der Planungsfehler bereits im Juni – jedoch habe er selbst erst vor wenigen Wochen davon erfahren. Warum, könne er sich nicht genau erklären.
Ein Ende im April
Der Bürgermeister rechnet damit, dass die zusätzlichen Arbeiten die Fertigstellung der Fockenbollwerkstraße bis April 2024 hinauszögern. Man arbeite nun daran, die nötigen neuen Planungen so schnell wie möglich abzuschließen. Immerhin müssten wohl noch zusätzliches Material für die Erneuerung des Kanals bestellt werden. Ärgerlich sei die Verzögerung für die an der Fockenbollwerkstraße ansässigen Geschäfte und natürlich die Anwohner. Im Zuge der Arbeiten könne es sein, dass Grundstücke teilweise ein, zwei Tage lang nicht befahrbar seien.
Wie viel das die Stadt am Ende kosten wird, könne man noch nicht sagen. Derzeit werde mit 890.000 Euro gerechnet, sagte Feddermann. Das beinhalte jedoch nur die Erneuerung des Kanals an sich – so, als wäre er von Anfang an in den Planungen beinhaltet gewesen. Jedoch werde es wohl Mehrkosten geben. Immerhin sei die Baufirma nun voraussichtlich länger im Einsatz als vorgesehen. Auch für die Kosten der neuen Planung wird jemand aufkommen müssen. Die Stadt sei bereits mitten in der juristischen Aufarbeitung, heißt es. Offen ist noch, ob die Leitungen der Versorger, die bereits gelegt wurden, noch einmal erneuert werden müssen. Jedoch geht Feddermann nicht davon aus, dass dieser Schritt notwendig wird.
Während der Bauarbeiten sollen den Anwohnern und Geschäften in der Fockenbollwerkstraße so wenig Unannehmlichkeiten bereitet werden wie möglich. Deshalb soll es keine Vollsperrung geben. Auch das Feuerwehrhaus soll während der Maßnahmen immer anfahrbar bleiben.