Prozess um Steuerhinterziehung Wiesmoorer Unternehmer erneut vor Gericht
Der Wiesmoorer Unternehmer und Ex-Bürgermeisterkandidat Christian Rademacher-Jelten geht gegen ein Urteil aus dem vergangenen Jahr vor. Es ist wohl nicht sein letzter Auftritt vor Gericht.
Aurich - Schon wieder vor Gericht: Der Berufungsprozess gegen den ehemaligen Wiesmoorer Bürgermeisterkandidaten Christian Rademacher-Jelten hat am Dienstag begonnen. Er wehrt sich gegen ein Urteil aus dem vergangenen Jahr. Damals hatte ihn das Amtsgericht Aurich wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Insgesamt geht es bei dem Prozess um eine Summe von 135.000 Euro an Steuern, die Rademacher-Jelten gemeinsam mit einem Geschäftspartner hinterzogen haben soll. Die beiden führten eine Firma, die unter anderem eine Unternehmensberatung und eine Autovermietung anbot.
Im Gegensatz zu seinem Geschäftspartner hatte sich Rademacher-Jelten im vergangenen November am Amtsgericht nicht eingelassen. Er erhielt daraufhin Bewährung, Rademacher-Jelten nicht.
Der Ex-Bürgermeisterkandidat ist bei der Justiz kein Unbekannter. Schon 2013 wurde er wegen Steuerhinterziehung verurteilt.
Weitere Ermittlungen laufen noch
Rademacher-Jelten war der Geschäftsführer des VfB Wiesmoor, der vom Landgericht zu einer Rückzahlung von Fördergeldern verurteilt wurde. Demnach hatte Rademacher-Jelten damals Aufträge für Bauarbeiten vergeben, bevor die Zusage für die Gelder kam.
Für Rademacher-Jelten könnte der Berufungsprozess nicht sein letzter Auftritt vor Gericht sein. Er ist einer der Hauptbeschuldigten in Ermittlungen um Betrug mit Corona-Hilfen und Abrechnungen sowie Drogenhandel. Im Zentrum eines dubiosen Firmennetzwerks in Wiesmoor steht die KS Consult GmbH. Sie ist Gesellschafter der Dr. Rademacher-Jelten GmbH & Co. KG, die im November 2021 als Tochter der KS Consult gegründet wurde.