Schwere Vorwürfe in Esens  Schul-Mitarbeiter soll in eigene Tasche gewirtschaftet haben

Susanne Ullrich
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Von Susanne Ullrich
| 11.10.2022 15:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Hat ein NIGE-Mitarbeiter Geld der Schule in die eigene Tasche gewirtschaftet? Das soll jetzt die Staatsanwaltschaft Aurich klären. Foto: Pixabay
Hat ein NIGE-Mitarbeiter Geld der Schule in die eigene Tasche gewirtschaftet? Das soll jetzt die Staatsanwaltschaft Aurich klären. Foto: Pixabay
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Ein früherer Mitarbeiter des Esenser Internatsgymnasiums wurde entlassen. Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts auf Untreue.

Esens - Der frühere Verwaltungsleiter des Niedersächsischen Internatsgymnasiums in Esens (NIGE) steht im Verdacht, sich an den finanziellen Mitteln der Schule bereichert zu haben. So geht es aus einem Schreiben hervor, das der Verfasser an verschiedene Zeitungen sowie an Schulleiterin Anja Renken-Abken adressiert hat. Die Staatsanwaltschaft Aurich bestätigte am Dienstag auf Nachfrage, sie ermittle gegen einen früheren Mitarbeiter der Schule. Wie die stellvertretende Pressesprecherin der Behörde, Daja Rogga, mitteilte, handelt es sich um den Verdacht der Untreue.

Seitens der Schulleitung dürfe man sich aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens nicht äußern. Eine Pressesprecherin des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung, früher Landesschulbehörde, verweist ebenfalls auf die laufenden Ermittlungen. Aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes dürfe man keine weiteren Informationen geben. Nur so viel bestätigte sie dieser Zeitung: „Der bisherige Verwaltungsleiter des NIGE ist dort nicht mehr tätig. Wir sind zuversichtlich, die Stelle zeitnah neu besetzen zu können.“

Es ist nicht der erste anonyme Brief zum NIGE

Kurz zusammengefasst beklagt der Schreiber des offenen Briefes, der frühere Mitarbeiter habe sich der Vorteilsnahme und Unterschlagung schuldig gemacht. Seit der Trennung der Schule samt Internat mit rund 900 Schülern von seinem langjährigen Finanzverantwortlichen machen dort offenbar verschiedene Gerüchte die Runde. Auf einem dreiseitigen Schriftstück ist von „Manipulationen“ am Kassensystem und „persönlicher Bereicherung“ die Rede. Der Briefschreiber gibt sich als Mitarbeiter der Bildungseinrichtung zu erkennen und nennt sich darüber hinaus selbst einen „internen Whistleblower“. Er fordert die Schulleitung zu mehr Transparenz auf.

Es ist nicht der erste anonyme Brief, der diese Redaktion zum NIGE erreicht. Im Juni 2020 erhob ein angebliches Elternteil Anschuldigungen gegen die Art und Weise, wie in der NIGE-Mensa die Schüler unter Pandemiebedingungen versorgt wurden. Beklagt wurden mangelnde Abstände und dass Hygienekonzepte nicht eingehalten worden seien.

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