Fußball-Bezirksliga Furioser Derbysieg für Großefehn
4:0 gewinnen die Fehntjer in der Fußball-Bezirksliga beim SV Wallinghausen – eine Situation ließ die Partie in eine Richtung kippen.
Wallinghausen – Zufrieden schaute Großfehns Trainer Bi Le Tran aus einiger Entfernung zu, wie seine Spieler den Auswärtssieg beim SV Wallinghausen feierten. Es war kein normaler Erfolg im Derby, sondern eine Demonstration der Fehntjer in Sachen Einstellung und Spielfreude. 4:0 lautete das Endergebnis aus Sicht der Gäste. Die Wallinghausener schlichen enttäuscht vom Feld. Nicht nur, dass ihre kleine, aber feine Erfolgsserie über fünf Spielen in Folge ohne Niederlage gerissen war, sie hatten während der 90 Minuten keinen gefährlichen Schuss auf das Tor des SV Großefehn gebracht. „Wir haben es heute einfach gut gemacht, nach zwanzig Minuten haben wir die Kontrolle hier übernommen“, so Le Tran.
Galavorstellung nach dem 1:0
Wallinghausens Trainer Ewald Mühlenbrock war bedient. „Anfangs war ich noch zufrieden. Der Fehler zum 0:1 hat uns das Genick gebrochen. Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen“, meinte Mühlenbrock. Der SVW-Trainer meinte die Szene in der 19. Minute. Der Rückpass von Kilian Ahlers zu seinem Bruder Julian im Tor geriet zu kurz, SVG-Stürmer Hauke Specht luchste dem Wallinghausener Torhüter den Ball ab und passte ihn scharf in die Mitte. Dort stand Janek Freudenberg und musste nur noch den Fuß hinhalten. Das Tor war der Startschuss für eine Galavorstellung der Fehntjer. Die sechser Ralf Aden und Helge Janssen fingen fast jeden Angriffsversuch ab, Shawn King und Tobias Hillers setzten die Angreifer ein ums andere Mal in Szene.
Kurz vor Anpfiff der zweiten Halbzeit impfte Bi Le Tran seinen Spielern noch ein, wachsam zu sein angesichts der drohenden Angriffsbemühungen der Gastgeber. Doch von Wallinghausen kam kein Lebenszeichen. Großefehn ergriff sofort wieder die Initiative und schoss sofort ein Tor – und was für eins. Hauke Specht verlängerte einen Einwurf in den Strafraum, wo Björn Hillers den Ball aus der Drehung in die linke, obere Ecke schoss. Nur drei Minuten später hätte Hillers mit einem feinen Lupfer fast sein zweites Tor erzielt.
Drei Tore in der zweiten Halbzeit
Auch andere SVG-Spieler krönten ihre hervorragende Leistung. Sein 3:0 bereitete Shawn King selbst vor. Im Strafraum gelangte er wieder an den Ball und schob ihn eiskalt in die kurze Ecke. SVW-Torhüter Julian Ahlers verletzte sich bei dieser Aktion, für ihn kam Phillip Grensemann.
Der Ersatztorhüter der Wallinghausener musste den Ball aber auch noch einmal aus dem Netz holen. Dieses Mal belohnte sich Kapitän Specht. Hillers setzte sich an der Eckfahne gegen seinen Gegenspieler durch und flankte den Ball zielgenau auf Specht, der mit dem Hinterkopf traf.
Die Wallinghausener Spieler ließen nun vor rund 350 Zuschauern die Köpfe hängen und sehnten den Schlusspfiff herbei. Die Gäste aus Großefehn hätten durchaus noch den einen oder anderen Treffer erzielen können, zweimal rettete Grensemann in höchster Not. Die Spieler des SV Großefehn ließen sich nach dem Schlusspfiff von den mitgereisten Fans feiern. Die Spieler selbst tanzten im Kreis und tanzten in Anlehnung an den ehemaligen Großefehntjer Spieler den „Stefan Mühlenbrock“. Die Wallinghausener Spieler schauten etwas bedröppelt zu, besaßen aber noch den Anstand sich von ihren Anhängern zu verabschieden.
Für Wallinghausen endet mit der 0:4-Niederlage eine Serie, die Fehntjer scheinen nach dem 4:1-Heimerfolg über Holtland endgültig in die Spur gefunden zu haben. „Das war wirklich ein fast perfektes Auswärtsspiel“, sagte Bi Le Tran.