Berlin Hoher Verbrauch: So sparen Sie Energie bei der Weihnachtsbeleuchtung
Wegen der Energiekrise hat die Deutsche Umwelthilfe einen Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in diesem Winter gefordert. Aber wie viel Strom verbraucht eine weihnachtliche Lichterkette im Privathaushalt überhaupt und wie lässt sich die Energie einsparen?
„In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten wie auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird“, erklärte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Anfang der Woche. Hintergrund der Forderung ist die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energieknappheit in Deutschland.
Nach Angaben von Resch würde die winterliche Beleuchtung pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom verursachen. Dies entspreche dem sonstigen jährlichen Verbrauch einer mittleren Großstadt mit 400.000 Einwohnern, beispielsweise Bochum. Wie eine Stromrechnung in der Weihnachtszeit aussehen kann, hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aufgeschlüsselt.
Im Fall einer Lichterkette macht es zunächst einen Unterschied, ob es sich um eine alte Kette mit Glühlampen handelt oder um eine LED-Lichterkette. Nach Angaben des BDEW verbraucht eine alte Lichterkette mit 100 Glühlampen (34 Watt) durchschnittlich zehnmal mehr Strom als eine LED-Kette (3,5 Watt).
Sehen Sie in der Statista-Grafik, wie viele Menschen LED-Weihnachtsbeleuchtung oder herkömmliche Lichterketten verwenden:
Dieses Verhältnis wirkt sich automatisch auf die Stromrechnung aus. Der BDEW hat hierzu eine Beispielrechnung erstellt. Leuchtet eine Lichterkette mit Glühbirnen jeden Tag acht Stunden lang über einen Zeitraum von acht Stunden, verbraucht sie 16,6 Kilowattstunden Strom. Auf Grundlage eines Strompreises von rund 29 Cent pro Kilowattstunde bedeutet dies einen Kostenpunkt von 4,81 Euro.
Zum Vergleich: Unter den gleichen Umständen würde eine LED-Lichterkette lediglich 1,7 Kilowattstunden verbrauchen, was Stromkunden 49 Cent kosten würde. Darüber hinaus hätten LED-Leuchten eine deutlich längere Lebensdauer.
Doch eine weihnachtliche LED-Beleuchtung bringt nicht nur Vorteile mit sich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass es bei kabellosen LED-Baumkerzen, die über Batterie funktionieren, ein böses Erwachen geben kann. Der Batteriestrom ist 300 Mal teurer als der herkömmliche Strom aus der Steckdose.
Die Dimension ergibt sich ebenfalls aus einer Beispielrechnung, bei der am Ende eine Summe von etwa 25 Euro steht. Dazu hat die Verbraucherzentrale folgende Kriterien festgelegt: 24 LED-Baumkerzen mit entsprechend 24 Batterien betrieben mit einer Leuchtdauer von acht Stunden über einen Zeitraum von drei Wochen und einer Brenndauer von 50 Stunden je Batterie. Somit müssten 96 Batterien zu einem Preis von jeweils 25 Cent gekauft werden.