Fußball-Bezirksliga Mit einer guten ersten Halbzeit zum Pflichtsieg
Wallinghausen schlägt Aufsteiger Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel locker mit 2:0. Eine Sache ist beim zweiten Sieg in Folge aber noch ausbaufähig.
Wallinghausen - Nach dem Fehlstart mit drei Niederlagen aus drei Spielen war Wallinghausens Trainer Ewald Mühlenbrock schon ein wenig ins Grübeln geraten. Nach dem ersten Saisonsieg gegen Leer hat seine Mannschaft am Sonntag gegen Aufsteiger Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel gleich nachgelegt und einen verdienten 2:0-Erfolg gefeiert.
Wallinghausen ist in der Bezirksliga wieder in der Spur, doch Luftsprünge muss Mühlenbrock nach dem Pflichtsieg nicht machen. In der ersten Halbzeit verpassten die Grün-Weißen neben den zwei Toren von Bent Bogena und Marten Ackermann zwei bis drei weitere Treffer, in Halbzeit zwei herrschte größtenteils Langeweile. „Wir mussten dieses Spiel gegen den Aufsteiger unbedingt gewinnen, heute war auch Geduld gefragt“, so Trainer Mühlenbrock.
Noch mehr Tore für Wallinghausen möglich
Eigentlich hatte der SVW-Trainer den Gegner noch defensiver erwartet und seine Mannschaft auf eine Geduldsprobe eingestellt. Doch der Aufsteiger wollte zunächst mitspielen und gestattete den Wallinghausenern, den Ball durch die eigenen Reihen zu kombinieren. Bis zum Führungstreffer von Kapitän Bent Bogena in der 35. Minute hätten die Gastgeber allerdings schon 2:0 führen müssen.
Stoßstürmer Lukas Günsel vergab gleich zwei prächtige Tormöglichkeiten. Bereits nach vier Minuten tauchte der ehemalige OHV-Handballer nach einer genau getimten Flanke vor SV-Torhüter Karsten Buss auf. Doch Günsel traf den Ball nicht richtig, er rauschte zwei Meter am Tor vorbei. Noch größer war die Chance in der 14. Minute. Nach Flanke von Tobias Cordes kam Günsel einen Schritt zu spät. Dann erlahmte die Anfangsoffensive der Wallinghausener, die Gäste trauten sich in dieser Phase mehr zu, ohne aber das Tor von Julian Ahlers in Gefahr zu bringen.
Der Kapitän erlöst sein Team
Bent Bogena erlöste seine Mannschaft dann. Nach einer Flanke von Hendrik Schulz nahm der Kapitän den Ball mit einem Dropkick und schoss ihn in die lange Ecke. Die Last war nun abgefallen, drei Minuten später lag der Ball schon wieder im Tor des Aufsteigers. Der Schuss von Bogena kullerte durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei. Marten Ackermann drückte den Ball schließlich über die Linie. „Die Führung zur Halbzeit war schon verdient“, so das Fazit von Mühlenbrock. Die zweite Halbzeit bot kaum noch Höhepunkte. Lange plätscherte das Spiel vor sich hin, Mühlenbrock brachte mit Tilko Trebesch und Marvin Dahlke frische Kräfte.
Der Pechvogel am Sonntagnachmittag blieb aber Lukas Günsel. In der 63. Minute scheiterte er an Torhüter Buss, eine Minute später verhinderte der Pfosten den verdienten Treffer des Stürmers, der viel geackert hatte. Neun Minuten vor dem Ende sahen die Zuschauer in Wallinghausen dann den ersten Torschuss des Aufsteigers, der aber nur in Richtung Ahlers kullerte – zu wenig, um ein ernsthafter Kandidat für den Klassenverbleib in der Bezirksliga zu sein.
Mit sechs Punkten auf dem Konto ist Wallinghausen nun in der Bezirksliga-Saison angekommen. Trainer Ewald Mühlenbrock freute sich, dass seine Mannschaft besonders in der Defensive stabil stand und keine Gegnerchance zugelassen hatte. „Das haben wir heute gut gemacht, es ist natürlich aber auch Luft nach oben“, so Mühlenbrock. Der Wallinghausener Trainer hofft nun, dass die verletzten, angeschlagenen und kranken Spieler nun schnell zu alter Form finden und die Auswahlmöglichkeiten für den Trainer weiter erhöhen. Doch eine Erkenntnis hat Mühlenbrock auch gewonnen: Der Trainer hat in dieser Saison einen großen und ausgeglichenen Kader beisammen.