Berlin Warum es bald keine Coca-Cola mehr bei Edeka geben könnte
Coca-Cola und Edeka liegen im Streit. Der Getränkehersteller will seine Preise zum Monatsanfang massiv erhöhen, dem Supermarkt-Unternehmen schmeckt das überhaupt nicht. Jetzt drohen leere Getränkeregale in den Edeka-Märkten.
Die koffeinhaltige Limonade von Coca-Cola gehört in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Softgetränken. Im vergangenen Jahr war der Getränkehersteller laut Statista weiterhin unangefochtener Spitzenreiter. Doch zumindest in den Edeka-Märkten könnte die Cola demnächst zur Mangelware gehören. Denn das Unternehmen und der Getränkehersteller haben Zoff.
Gegenüber der „Lebensmittelzeitung“ hatte der Coke-Vertriebschef Florian von Salzen im Juli verkündet, zum 1. September die Preise für Produkte und Verpackungen „im höheren einstelligen Prozentbereich“ zu erhöhen. Das möchte Edeka nicht akzeptieren. Der Vorwurf: Es sei eine „einseitig verkündete Preiserhöhungsforderung von Coca-Cola, deren Höhe jeglichen sachlichen Grundlagen entbehrt.“
Nun scheint der Konflikt zu eskalieren. In einem internen Schreiben, das ebenfalls der „Lebensmittelzeitung“ vorliegt, soll Edeka verkündet haben, dass Coca-Cola die Belieferung aller Märkte zum 1. September einstellt.
Sehen Sie in der Statista-Grafik die beliebtesten Softdrinks in Deutschland der vergangenen Jahre.
Doch es gibt widersprüchliche Angaben. Denn Coca-Cola Europacific Partners hat einen drohenden Lieferstopp an die Edeka-Märkte bislang nicht bestätigt. Hinzu kommt, dass die geplante Preiserhöhung noch längst nicht offiziell ist. „Wir befinden uns momentan noch in Gesprächen mit einigen Kunden, darunter auch einer der größten Lebensmittelhändler“, sagte eine Coca-Cola-Sprecherin gegenüber der „Lebensmittelzeitung“.
Von Seiten Edekas heißt es, dass man mit dem Getränkekonzern weiter in Verhandlungen stehe, um einen möglichen Lieferstopp doch noch zu umgehen.