Rostock Junge zeigt Hitlergruß bei Dreharbeiten in Lichtenhagen
Die Polizei konnte anhand von Personenbeschreibungen einen 13-jährigen Rostocker ausfindig machen. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
In Rostock kam es am Donnerstagvormittag am Rande von Dreharbeiten im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen zu einem Polizeieinsatz. Wie die Polizei mitteilte, fuhr ein Junge mit einem Fahrrad während der Aufnahmen hinter dem Reporter in die Aufzeichnung hinein und hob dabei den rechten Arm. Die Journalisten informierten umgehend die Polizei. „Die eingesetzten Beamten sicherten das Videomaterial und informierten den Rostocker Staatsschutz“, sagt Sophie Pawelke, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock.
Nachdem die Beamten das Videomaterial sichteten, erhärtete sich laut Pawelke der Verdacht „und der Staatsschutz hat umgehend die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisatoren aufgenommen“. Aufgrund einer detaillierten Personenbeschreibung und intensiven Ermittlungen konnte der Tatverdächtige noch in unmittelbarer Nähe gestellt werden. Bei dem Jungen handelt es sich um einen 13-jährigen Rostocker.
„Ich bedaure diesen beschämenden Vorfall außerordentlich, auch wenn es sich hierbei um ein nicht strafmündiges Kind handelt. Mögliche Hintergründe der Tathandlung sind Bestandteil der weiteren Ermittlungen“, teilte die Polizeipräsidentin Anja Hamann nach dem Vorfall mit. Nun würden der polizeiliche Staatsschutz in dem Fall ermitteln. Dabei werden auch die Staatsanwaltschaft Rostock und die Erziehungsberechtigten mit einbezogen, so Hamann.
„Ich bin froh, dass die sofort eingeleiteten Maßnahmen und die Präsenz der Polizei vor Ort dazu geführt haben, den Tatverdächtigen wenig später festzustellen. Die detaillierten Zeugenaussagen haben ebenfalls dazu beigetragen“, sagte die Polizeipräsidentin.