Englische Woche in der Bezirksliga  Ein hartes Stück Arbeit für Middels

| | 25.08.2022 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Middelser Spieler bejubeln das frühe 1:0 von Henning Corell. Danach taten sich die Gastgeber aber schwer. Foto: Wilfried Gronewold
Die Middelser Spieler bejubeln das frühe 1:0 von Henning Corell. Danach taten sich die Gastgeber aber schwer. Foto: Wilfried Gronewold
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Middels verteidigt mit einem 4:1 gegen Jheringsfehn die Tabellenführung in der Bezirksliga. Doch Trainer Bruno Mönck sieht noch viel Luft nach oben.

Middels - Nach dem Schlusspfiff tönte es laut über den Middelser Sportplatz. Die Spieler hatten mit ihrem Trainer Bruno Mönck einen Kreis gebildet und brüllten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“. Auch im vierten Bezirksligasspiel gegen die SG Jheringsfehn/Stikelkamp blieb Middels ungeschlagen und gewann das Spiel am Mittwochabend deutlich mit 4:1. Doch so richtig überzeugt hatten die TuS-Spieler nur phasenweise. „Der Sieg war verdient, aber vielleicht um ein Tor zu hoch. Jheringsfehn war ein unangenehmer Gegner“, sagte Mönck.

Der TuS-Trainer musste am Spielfeldrand auch Phasen überstehen, die ihm überhaupt nicht gefallen hatten. Nach der guten Anfangsphase und dem frühen 1:0 durch Henning Corell ließen die Spieler die Zügel schleifen. „Da haben wir wieder gedacht, wir hätten das Spiel bereits gewonnen. Die Spieler haben die Positionen nicht mehr gehalten, viele Pässe waren einfach nicht präzise genug“, so Mönck.

Middels lässt nach Führung stark nach

Mit dieser Einschätzung lag Mönck nicht falsch. In der Anfangsviertelstunde schnürte Middels den Aufsteiger in der eigenen Hälfte ein, der Treffer zur Führung war gut herausgespielt. Der flinke Kevin Hollmann wurde auf der linken Außenbahn in Szene gesetzt. Sein präziser Pass in die Mitte bereitete Henning Corell bei der Vollendung wenig Mühe.

Dann kam der Bruch ins Spiel der Middelser, es wurde unnötig hektisch auf dem Platz. Mohamed Doumbia sprang mit den Stollen voraus seinem Gegenspieler in die Beine und hätte sich über einen Platzverweis nicht beschweren dürfen. Max Beccard schubste seinen Gegenspieler um, fast hätte der junge Schiedsrichter Jendrik Janßen den Überblick verloren. Als wieder einmal zwei Spieler am Boden gelegen hatten, besaßen die Gäste aus Jheringsfehn kurz vor der Halbzeit die große Chance zum Ausgleich. Reyk de Buhr schoss freistehend den Middelser Torhüter Mahamadou N´Diaye an.

Zwei Tore in der Schlussphase

In der zweiten Halbzeit beruhigten sich die Gemüter, das Spiel selbst blieb auf bescheidenem Niveau. Middels wirkte nun etwas geordneter und ließ den Ball mit der knappen Führung im Rücken in den eigenen Reihen laufen. Mit einem Strafstoßtor von Glen Sokoli in der 63. Minute schien die Partie dann gelaufen zu sein.

Doch die Gäste fanden wieder zurück in die Partie. Die TuS-Hintermannschaft versäumte es eine Flanke der SG zu verhindern, im Strafraum köpfte Simon-Christoph Ihler das 1:2. Am Spielfeldrand tobte Mönck und verschaffte seinem Unverständnis über die laxe Abwehrarbeit Luft. „Ihr macht mich noch wahnsinnig“, rief er in den Abendhimmel. Doch dieses Mal ließen sich die Middelser Spieler nicht verunsichern und drängten mit Bedacht auf die Entscheidung.

Die fiel dann vier Minuten vor dem Spielende. Beccard bediente Sokoli mit einem Chipball in den Strafraum. Der TuS-Stürmer passte den Ball quer durch den Strafraum und fand Kevin Hollmann, der seine gute Leistung mit dem Tor zum 3:1 krönte. Aman Karan konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mitjubeln. Ohne Einwirkung eines Gegenspielers hatte er sich das Knie verdreht und musste, von seinen Mitspielern gestützt, das feld verlassen. „Hoffentlich ist es nichts Ernstes“, sagte Mönck.

In der Nachspielzeit setzte Glen Sokoli mit einer feinen Einzelleistung dann den sehenswerten Schlusspunkt in einer eher langweiligen Bezirksliga-Partie.

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