Verkehrssicherheit Auricher Straßensperrungen werden massiv ausgebaut
Wegen der Sanierung der Fockenbollwerkstraße gibt es einige Straßensperrungen. Einige Fahrer halten sich nicht daran. Deswegen reagiert die Straßenbaubehörde jetzt.
Aurich - Schon seit längerer Zeit scheinen immer mehr Autofahrer Baustellen-Absperrungen als Herausforderung anzusehen. Warnbaken werden umfahren oder zur Seite geschoben. Straßenbaufirmen berichten immer wieder, dass Autofahrer selbst dann durch Baustellen fahren, wenn grade Asphaltierungsarbeiten laufen. Ein Phänomen, mit dem nun auch die Landesstraßenbaubehörde im Umfeld der Sanierung der Fockenbollwerkstraße zu kämpfen hat.
Eineinhalb Jahre lang wird die Fockenbollwerkstraße stadtauswärts gesperrt sein. Damit es in dieser Zeit keinen Schleichverkehr durch Wohngebiete gibt, ist zum Beispiel der Eckfehler Weg vom Hoheberger Weg abgehängt worden. Die Einmündung ist gesperrt, Anwohner der Straße „An der Dahlhoffsburg“ müssen über den Eckfehler Weg und den Dickfehler Weg das Gebiet verlassen.
Unbekannte entfernen Absperrungen
Die Sperrung der Einmündung interessiert aber einige Fahrer offenbar nicht. Die Warnbaken werden zur Seite geschoben, oder es wird der Grünstreifen genutzt, um trotz des Verbotes in den Hoheberger Weg zu gelangen. Aus diesem Grund wird die Straßenbaubehörde nun ein massives Hindernis an der Einmündung des Eckfehler Weges in den Hoheberger Weg aufstellen. Das teilt Frank Buchholz, Leiter der Behörde, auf ON-Anfrage mit.
Denn zu häufig werde die Absperrung von Unbekannten entfernt. Das massive Hindernis soll nun Autofahrer an der Durchfahrt hindern. Gleichzeitig werde aber der Radverkehr dadurch nicht behindert, so Buchholz. „Wir sind schon irritiert, wie einige wenige Verkehrsteilnehmer meinen, ihr eigenes Interesse auf Kosten der Verkehrssicherheit umsetzen zu müssen.“ Ähnliches könne man ja auch bei der Nicht-Einhaltung des absoluten Halteverbotes in der Andreaestraße erleben, sagt der Behördenleiter. Auch die Ortsfeuerwehr Aurich hatte bereits beklagt, dass der Platz vor der Wache an der Fockenbollwerkstraße von Fahrern missbraucht wird, um ihre Wagen dort abzustellen. Im Ernstfall haben die Feuerwehrleute dann Schwierigkeiten, ihre eigenen Autos zügig abzustellen. Sogar die Tore der Wache wurden schon von parkenden Autos blockiert, sodass das Ausrücken erschwert wurde.
Beschwerden von Anwohnern sorgen für weitere Sperrung
Buchholz betont, dass es nur wenige sind, die sich nicht an die Regeln halten. Allerdings gebe es bereits eine Online-Petition von Anwohnern aus dem Einmündungsbereich. Sie wollen erreichen, dass die Straße wieder geöffnet und stattdessen der Verkehr mit einer Ampelanlage geregelt wird.
Eng ist es für Radfahrer und Fußgänger an der Einmündung am Hoheberger Weg wegen der provisorischen Ampelanlage, die dort aufgestellt worden ist. Dieses lässt sich laut Buchholz leider nicht ändern. „Insgesamt haben wir den Bereich aber immer im Blick, wie auch die übrigen Umleitungsstrecken und den eigentlichen Baustellenbereich.“ Mit der Verkehrsbehörde und mit der Polizei sei man im ständigen Austausch, ob Veränderungen notwendig oder sinnvoll seien, um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer unter Berücksichtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Dieses betrifft natürlich auch die Schaltungen der Lichtsignalanlagen.
Es kann aber auch zu weiteren Sperrungen kommen, wie seit Freitag voriger Woche wiederum Anwohner des Eckfehler Weges feststellen können. Nach Beschwerden aus dem Dickfehler Weg, der immer mehr als Schleichweg zwischen Hoheberger Weg und Wallinghausener Straße genutzt wurde, wurde die Kreuzung Eckfehler Weg/Dickfehler Weg teilweise von der Stadt gesperrt. Vom Hoheberger Weg kommend ist ein Abbiegen nur noch nach rechts in den Eckfehler Weg möglich. Wer den Eckfehler Weg von der Wallinghausener Straße aus befährt, kann an der Kreuzung nur noch nach links in den Dickfehler Weg in Richtung Tennisplätze/Wallinghus abbiegen. Die Stadt Aurich hat an der Stelle gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Schwere Betonringe sorgen dafür, dass sich jeder Autofahrer an die neuen Regeln halten muss.
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