Zusätzliche Gewerbeflächen Mehr Platz für neue Betriebe in Upgant-Schott
Samtgemeinde erweitert ihr Industriegebiet Hansestraße in Upgant-Schott. Dazu wurde jetzt ein wichtiger Schritt getan.
Upgant-Schott - Konkret wird die Erweiterung des Industriegebiets Hansestraße in Upgant-Schott. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit liegt noch bis zum 29. August der Entwurf für den Bebauungsplan 0530 (Gewerbegebiet Hansestraße) im Rathaus in Marienhafe öffentlich aus.
Wie berichtet, hatte die Gemeinde Upgant-Schott, auf deren Gebiet die Gewerbeflächen liegen, das dafür notwendige Bauleitverfahren Ende 2019 angeschoben. Nach früheren Verwaltungsangaben geht es um ein Areal von rund 30 Hektar. Dieses liegt zwischen der Bundesstraße 72 und der Bahnlinie und reicht in südlicher Richtung bis an den Siegelsumer Moorweg heran. Die Flächen gehören mit Ausnahme einer kleineren Parzelle der Samtgemeinde Brookmerland und sollen abschnittsweise nach und nach erschlossen werden. In ihrem Haushalt für dieses Jahr hat die Samtgemeinde 600.000 Euro für die Erweiterung des Industriegebiets eingeplant. Insgesamt soll diese nach Angaben der Kämmerei aus dem Frühjahr 5,5 Millionen Euro kosten.
Vorhandenes Gebiet seit einiger Zeit ausverkauft
Bisher umfasst das Industriegebiet Hansestraße rund 18 Hektar. Es ist bereits seit einiger Zeit komplett ausverkauft. Um die große Nachfrage von Ansiedlungswilligen nach Gewerbeflächen befriedigen zu können, solle das bestehende Gebiet vergrößert werden, hieß es. Im Mai 2020 hatte die Verwaltung einen Diplom-Biologen aus Bremen damit beauftragt, das Fledermausvorkommen in dem Gelände zwischen Bundesstraße, Bahnlinie und Siegelsumer Moorweg zu untersuchen. Das Gutachten kostete 13.700 Euro.
Ein Jahr später, im Mai 2021, vergab die Samtgemeinde nach einer beschränkten Ausschreibung den Auftrag für die Planung der Erschließung an ein Planungsbüro aus Aurich. Den Wert des Auftrags bezifferte die Verwaltung seinerzeit mit rund 121.000 Euro. Dafür muss die Erschließung der neuen Fläche einschließlich der Schmutz- und Regenwasserkanalisation, der Regenwasserrückhaltung und der Baustraße geplant werden. Bis zur geplanten Erschließung sollen die für die Erweiterung des Industriegebiets vorgesehenen Flächen weiter landwirtschaftlich genutzt werden.
Unterlagen liegen im Marienhafer Rathaus aus
Inzwischen hat das Planungsbüro Weinert in Marienhafe den Entwurf für den Bebauungsplan vorgelegt, der seit Ende Juli zur Einsichtnahme im Rathaus ausliegt. Ziel der vorliegenden Bauleitplanung sei es, ein attraktives Angebot an Gewerbebauflächen bereitzustellen und so zur Stärkung der Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation im Gebiet der Samtgemeinde Brookmerland beizutragen, heißt es darin.
Im Flächennutzungsplan der Samtgemeinde sei das neue Plangebiet als Gewerbebaufläche dargestellt. Daher müsse der Flächennutzungsplan nicht geändert werden, begründen die Planer. Das Plangebiet grenzt östlich direkt an die Bundestraße 72 (Brookmerlander Straße) und schließt nördlich an die Flächen des bestehenden Gewerbegebietes an. Südlich und westlich davon liegen landwirtschaftliche Nutzflächen, westlich verläuft die Bahntrasse. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von rund 5,1 Hektar.