Berlin Feuer und Trockenheit: Wie wir uns wappnen können
Rekord-Niedrigwasser in den Flüssen, die Wälder in Flammen: Ist es vielleicht schon zu spät, den Klimawandel noch aufzuhalten?
Der breite Rhein ist an vielen Stellen fast zum Rinnsal geworden, auch andere Flüsse sind kaum noch befahrbar. Der größte deutsche Fluss gibt ein trauriges Bild ab. Die Trockenheit der Flüsse könnte nicht ungelegener kommen, müssen wegen des Gasmangels doch erheblich größere Mengen an Öl und Kohle mit Frachtschiffen transportiert werden. Ein normales Naturphänomen wie zu früheren Zeiten ist die Trockenheit nicht mehr: Der Klimawandel ist längst da und für alle spürbar – und die Wirtschaft zentral betroffen.
Auch die Wälder sind so trocken, dass sie leicht entflammbar sind. Es ist an der Zeit, sich einzugestehen, dass unsere Lebensweise die Natur so verändert hat, dass sie wiederum uns jetzt ernsthaft das Leben schwer macht.
Dieser Hitze-Sommer mit Waldbränden und Wassermangel wird Experten zufolge keine Ausnahme bleiben, sondern die Regel werden. Was man noch tun kann, um die Erderwärmung zu stoppen, müsste jetzt getan werden. Jeder könnte seinen Beitrag leisten, im Rahmen dessen, was ihm möglich erscheint. Doch die Hoffnung, dass es der Weltgemeinschaft gelingt, das 1,5 Grad-Ziel noch zu erreichen, ist ehrlich gesagt nur noch etwas für unerschütterliche Optimisten.
Klima-Anpassung lautet deshalb das Gebot der Stunde: Wälder und Felder umbauen, zusätzliche Wasserspeicher für regenreiche Monate anlegen, die weitere Versiegelung der Flächen stoppen und sogenannte Schwammstädte schaffen, damit sie mit ausreichend Grün, Sickerpflastern und Co. bewohnbar bleiben. In manchen Bundesländern bauen Bauern bereits Kichererbsen statt Kartoffeln an. Die Ideen liegen auf dem Tisch.