Freising Leichenfund nach Festival: Tobias D. „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ tot
Am vergangenen Wochenende ist der 25-Jährige Tobias D. bei einem Volksfest in Bayern verschwunden. Jetzt meldet die Polizei den Fund einer Leiche.
Seit dem 5. August 2022 wird der 25-jährige Tobias D. aus Bayern vermisst. Am späten Dienstagabend meldet die Polizei den Fund einer Leiche: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um den seit Freitag vermissten Tobias D.“
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Der Mitteilung zufolge wurde im Echinger See (Landkreis Freising) eine tote männliche Person aufgefunden. Gegen 18:45 Uhr waren die Rettungskräfte über einen auf dem Wasser treibenden, leblosen jungen Mann informiert worden. Noch bevor der Rettungsdienst eintraf, hatten Badegäste den Körper an Land gebracht.
Ein Notarzt konnte nur noch der Tod des Mannes feststellen. Laut den Ermittlern stimmen aber sowohl das Aussehen als auch Bekleidung und persönliche Gegenstände des Toten mit der Beschreibung des seit Freitag vermissten Tobias D. überein. Die Kriminalpolizei Erding hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache übernommen.
Am Freitagabend hatte Tobias D. mit zwei Freunden das Brass-Wiesn-Festival im Landkreis Freising besucht. Gegen 21 Uhr verloren sich die Freunde aus den Augen; auch der telefonische Kontakt brach kurz darauf ab. Seitdem fehlte von dem 25-Jährigen jede Spur.
Der Polizei zufolge ergab die Auswertung des elektronischen Bezahlsystems auf dem Festivalgelände eine letzte Spur: Am Abend seines Verschwindens wurde um 22:50 Uhr im Festzelt eine Zahlung des Vermissten registriert; wegen eines Unwetters wurde das Gelände nur wenige Minuten später geschlossen. Das Handy des jungen Mannes war bereits vor diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar. Zuletzt war es im Bereich des Festivalgeländes eingeloggt.
Nach Angaben von Anna L., der Freundin des Vermissten, wurde D. bei der Räumung des Festplatzes von Zeugen beobachtet. Es soll stark alkoholisiert gewesen sein und Schürfwunden an den Armen gehabt haben. Die Freundin rief via Social Media zur Mithilfe an der Suche auf. Auf ihrem Instagram-Account hielten sich zuletzt über 75.000 Follower über den aktuellen Stand auf dem Laufenden.
Den Behörden zufolge hatten Polizei und Rettungsorganisationen bei der Suche nach D. Hubschrauber, Drohnen und Wärmebildkameras eingesetzt. Auch Flächensuchhunde des Roten Kreuzes waren am Samstag und Sonntag im Einsatz. Am Montag war dann noch einmal auf und im Umfeld des Festivalgeländes gesucht worden.