Nach zweijähriger Pause  So war die lange Einkaufsnacht in Marienhafe

Folkert Bents und Thomas Dirks
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Von Folkert Bents und Thomas Dirks
| 01.08.2022 19:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zahlreiche Besucher nutzten die Einkaufsnacht für einen Bummel durch die Marienhafer Rosenstraße. Foto: Folkert Bents
Zahlreiche Besucher nutzten die Einkaufsnacht für einen Bummel durch die Marienhafer Rosenstraße. Foto: Folkert Bents
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Viel los war bei der ersten langen Einkaufsnacht nach der Corona-Pause in Marienhafe. Aber es gab auch negative Begleiterscheinungen.

Marienhafe - Corona konnte „Marienhafe bei Nacht“ offenbar nichts anhaben: Auch nach zweijähriger Zwangspause hat die lange Einkaufsnacht im Brookmerland nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Das zeigte sich bei der ersten Auflage der Veranstaltung nach der Pandemie am vergangenen Freitag. Aber es gab auch unschöne Begleiterscheinungen.

Im Rondell am Störtebeker-Denkmal unterhielt Oliver Jüchems die Besucher. Foto: Folkert Bents
Im Rondell am Störtebeker-Denkmal unterhielt Oliver Jüchems die Besucher. Foto: Folkert Bents

Pünktlich zur abendlichen Öffnung der Geschäfte um 20 Uhr strömten die Besucher in Scharen in den Ort. Besonders an den Punkten, an denen buchstäblich die Musik spielte und es zu essen und zu trinken gab, wurde es schnell voll. Das Programm, das die Organisatoren der Interessengemeinschaft (IG) Marienhafer Gewerbetreibenden zusammengestellt hatten, ließ kaum Wünsche offen. Durchgehend geöffnet war der Edeka-Markt Kruse. Hier konnten die Kunden zahlreiche Leckereien probieren und wurden von den „Flamingos“ musikalisch unterhalten. Vor dem Textilhaus Ennenga trat der Männerchor „Frischer Wind“ auf. Am „Hotel Zur Waage“ sorgte Thielko Küll für die Unterhaltung und am Rondell versammelten sich die Anhänger von Oliver Jüchems.

Zahlreiche Stände zurBewirtung der Besucher

Bewirtet wurden die Besucher der 16. Auflage von „Marienhafe bei Nacht“ an zahlreichen Ständen mit Cocktails, Wein und Leckereien. Bierwagen suchte man allerdings vergeblich, denn Bier wurde an verschiedenen Stellen an langen Tresen frisch vom Fass ausgeschenkt. Man wolle den Charakter des Straßenfestes bewusst vermeiden, sondern setze bei der „Nacht“ eher auf Gemütlichkeit, hatten die IV-Verantwortlichen im Vorfeld betont.

Um ans Ende der Festmeile bei Sport Schoolmann am Nordmarkt zu gelangen, mussten die Gäste den leeren Marktplatz überqueren. Hier rockte das Auricher Trio „Adenalin“. Ein Food-Truck und der Weinstand, der aus der Turmkammer auf die Freifläche zwischen den Häusern Diekern und Weerts umgezogen war, sorgten hier für das leibliche Wohl der Gäste. In den Geschäften herrschte den ganzen Abend über reger Kundenbetrieb. IG-Vorsitzender Manfred Kruse zeigte sich zur Halbzeit der langen Einkaufsnacht in einer ersten Zwischenbilanz mit der Resonanz nach zwei Jahren Pause „sehr zufrieden“. Schon am kommenden Wochenende wartet die nächste Publikumsveranstaltung in Marienhafe. Am Donnerstagabend das erste und vier Tage dauernde Marienhafer Weinfest.

Jugendlicher muss nach Angriff ins Krankenhaus

Überschattet wurde die Einkaufsaktion „Marienhafe bei Nacht“ von Vandalismus und einem tätlichen Angriff, durch den unter anderem ein Jugendlicher schwer verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, kam es zu der gewaltsamen Auseinandersetzung gegen 3.15 Uhr. Ein 34-jähriger Marienhafer stehe im Verdacht, unter anderem mit einer Glasflasche in der Rosenstraße um sich geschlagen und dabei vier Menschen verletzt zu haben. Die Opfer sind 16, 20 und 21 Jahre alt. Ohne eine vorangegangene verbale Auseinandersetzung habe der alkoholisierte Tatverdächtige unvermittelt auf die Opfer eingeschlagen. Der 16-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Ebenfalls in der Nacht zu Sonnabend beschädigten Unbekannte mehrere Scheiben von drei Bushaltestellen am Zentralen Omnibusbahnhof in der Rosenstraße. Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei hatte zunächst zahlreiche Scherben im Bereich auf der Fahrbahn und dann die Sachbeschädigungen entdeckt.

Einen Hinweis zum Tatgeschehen habe die Polizei bereits aus der Bevölkerung erhalten, hieß es im Polizeibericht vom Montag. Mögliche weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei-Dienststelle in Norden, Telefon (04931) 921-0, zu melden.

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