Start der Fußball-Bezirksliga  Der SV Großefehn richtet den Blick nach oben

| | 01.08.2022 16:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der SV Großefehn und seine Neuzugänge (oben von links): Torwarttrainer Dennis Janssen, Co-Trainer Stefan Hinrichs, Kay Gerdes (U23 Großefehn), Hendrik Weßling (Eintracht Nordhorn), Paul Meyerhoff (U23). Unten von links: Mahmoud Tamoyan (eigene Jugend), Tom Böhling (Germania Leer) und Marc Neemann (SpVg Aurich). Rechts im Bild Trainer Bi Le Tran. Es fehlt Neuzugang Andreas Flessner (SpVg Aurich).Foto: Wilfried Gronewold
Der SV Großefehn und seine Neuzugänge (oben von links): Torwarttrainer Dennis Janssen, Co-Trainer Stefan Hinrichs, Kay Gerdes (U23 Großefehn), Hendrik Weßling (Eintracht Nordhorn), Paul Meyerhoff (U23). Unten von links: Mahmoud Tamoyan (eigene Jugend), Tom Böhling (Germania Leer) und Marc Neemann (SpVg Aurich). Rechts im Bild Trainer Bi Le Tran. Es fehlt Neuzugang Andreas Flessner (SpVg Aurich).Foto: Wilfried Gronewold
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Sportlich soll es für die Fehntjer in dieser Saison besser laufen – von Anfang an. Dabei könnte die unheimliche Serie des Trainers Bi Le Tran helfen.

Großefehn - So langsam wird die Serie des Trainers unheimlich. Im Januar hatte Bi Le Tran beim Bezirksligisten SV Großefehn die Nachfolge des glücklosen Klaus Barghorn angetreten und seitdem kein Pflichtspiel mit den Fehntjern verloren. Da ist es nun auch selbstverständlich, dass der Verein nach überstandener Abstiegsrunde mit dem Erfolgstrainer auch in die neue Bezirksliga-Saison geht. „Ja, wir kommen an Bi nicht vorbei. Wir hoffen, dass die Serie noch lange anhält“, sagte Großefehns Vorsitzender Erwin Bohlen scherzhaft bei der Vorstellung des Kaders.

Die Stimmung beim SV Großefehn ist gut, fast alle Spieler sind zur Vorstellung gekommen und lauschen in großer Zahl den Ausführungen ihres Trainers während der Pressekonferenz. Es wird gescherzt, die etwas zähe Vorsaison scheint vergessen. Sportlich soll es für die Fehntjer in dieser Saison besser laufen – von Anfang an. „Wir wollen besser abschneiden. Die Hinrunde ist für uns nicht gut gelaufen, danach haben wir gezeigt, was wir wirklich können. Die Mannschaft hat wieder an Selbstvertrauen gewonnen“, sagt Trainer Bi Le Tran.

<Verbundenheit zum Fehn

Die Verbundenheit zum Standort Mühlenstadion wird auch bei den Veränderungen im Kader deutlich. Mit Nick Fahnster, Stefan Hinrichs und Dennis Janssen hören drei Spieler auf. Sie wechseln aber nicht den Verein, sondern bleiben dem SV Großefehn in anderer Form erhalten. So wird Stefan Hinrichs neuer Co-Trainer, Dennis Janssen kümmert sich künftig um die Torhüter und Fahnster läuft für die U23-Mannschaft des Vereins auf. „Das zeigt doch, dass die Atmosphäre hier stimmt“, sagt Fußball-Obmann Alexander Wiese. Dafür gibt es aber gute Verstärkungen. Mit Tom Böhling kommt ein hoffnungsvoller Stürmer zum SVG. Seine Stärken könnten ideal zum Torjäger Hauke Specht passen. Für das Mittelfeld haben die Fehntjer bei der Sportvereinigung Aurich gewildert. Andreas Flessner und Marc Neemann werden die Möglichkeiten für den Trainer deutlich erhöhen.

In der Vorbereitungen haben die Fehntjer weiter an der spielerischen Ausrichtung gearbeitet. Weniger lange Bälle, dafür ein gepflegter Spielaufbau. Die Umsetzung hat laut Bi Le Tran bei den Vorbereitungsspielen schon gut geklappt, mit standesgemäßen Ergebnissen gegen unterklassige Vereine und mit guten Spielen wie bei der 0:2-Niederlage gegen Landesligist Frisia Wilhelmshaven. Mit der Zusammensetzung des Kaders ist Le Tran zufrieden, weitere Veränderungen soll es bis zum Punktspielstart am Freitag gegen Hage nicht mehr geben.

Fußball ist nicht alles

Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison ist groß, doch Fußball ist längst nicht mehr alles. Das war während der Gespräche im Vereinsheim der Fehntjer deutlich zu spüren. „Alles wird durch Corona und den Krieg relativiert“, so Vorsitzender Erwin Bohlen. Die Folgen des Krieges könnten sogar im Mühlenstadion zu spüren sein – Stichwort Energiekrise. „Vielleicht müssen wir hier in Großefehn auch mal kalt duschen oder das Flutlicht auslassen. Das wird viele Vereine beeinflussen“, ist sich Bohlen sicher.

Auf dem Fehn steht man auch in düsteren Zeiten eng zusammen. Davon zeugt schon das große Schild am Eingang, auf dem die Sponsoren verewigt sind. Sie hatten den SV Großefehn im Rahmen des Sozialplanes unterstützt und bleiben dem Verein auch weiterhin treu, wie Vorsitzender Bohlen bekräftigte. Der Weg in die erste Mannschaft wird auch zukünftig über die Jugend führen. Deshalb dürfen Jugendspieler auch immer mittrainieren. Doch in Krisenzeiten sei es schwer, überhaupt Jugendliche für den Fußball-Sport zu gewinnen. „Es ist eine Herausforderung geworden. Aber wir werden diesen Weg weiterführen. Es klappt ja gut, sonst wären wir nicht so lange schon in der Bezirksliga“, sagt Obmann Alexander Wiese.

Ein weiteres Jahr wird wohl hinzukommen. Um weiter vorne zu landen, kommt es aber auf einen guten Start an. Geschenke an den Gegner, wie in der abgelaufenen Saison, soll es nicht mehr geben.

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