Berlin  Fiebersaft ausverkauft: Das können Sie tun, wenn ihr Kind krank ist

Alina Groen
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Von Alina Groen
| 26.07.2022 13:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ibuprofen- und Paracetamolsäfte sind derzeit kaum noch zu bekommen. Foto: Images-Images/Westend61
Ibuprofen- und Paracetamolsäfte sind derzeit kaum noch zu bekommen. Foto: Images-Images/Westend61
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Fiebersäfte und Fieberzäpfchen sind derzeit in vielen Apotheken Mangelware. Erkrankt das eigene Kind und hat eine erhöhte Temperatur, sind Notreserven schnell aufgebraucht. Mit diesen Tipps und Hausmitteln können Sie ihrem Kind auch ohne konventionelle Medikamente helfen.

Viele Eltern stehen derzeit vor einem großen Problem: Das Kind ist krank, doch in den Regalen der Apotheke herrscht bei Fiebersäften und Fieberzäpfchen gähnende Leere. Vor allem Säfte mit dem Wirkstoff Paracetamol, aber auch Ibuprofen-Säfte sind vielerorts Mangelware.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte, dass es derzeit zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit, vornehmlich für Fiebersäfte mit dem Wirkstoff Paracetamol komme. Diese werde voraussichtlich bis in den Herbst anhalten.

Die Ursachen, warum derzeit nur wenig von den Kinder-Medikamenten verfügbar sind, sind vielfältig. Ein Grund: Ein wichtiger Produzent von Säften mit dem Wirkstoff Paracetamol hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen. Andere Lieferanten stockten nicht schnell genug auf.

Kunden wechselten daraufhin zu Säften mit Ibuprofen und als Alternative zum Saft zu Fieberzäpfchen. Durch die vermehrte Nutzung alternativer Darreichungsformen kam es auch bei diesen Produkten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit.

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Hinzu kommt die steigende Nachfrage nach Arzneimitteln aufgrund der stetig steigenden Corona-Infektionen und einer ungewöhnlich hohen Erkältungswelle. Laut BfArM liege derzeit insgesamt jedoch kein Mangel an Zäpfchen vor, je nach Region könne es allerdings Unterschiede in der Versorgung geben.

Wenn Kinder Fieber haben, möchten Eltern ihre Kleinen schnell wieder gesund pflegen. Doch nicht immer sind Säfte zur Fieber-und Schmerzlinderung nötig. Kinder leiden oft und schnell an Fieber und Grippe und werden in den meisten Fällen schnell wieder gesund. Achten Sie drauf, wie es ihrem Kind geht. Isst und trinkt es normal, bewegt sich und lacht – sind schmerzstillende Medikamente nicht nötig.

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Generell gilt: Bei einer Körpertemperatur von 37,6 Grad Celsius spricht man bei Kindern bis sechs Jahre von erhöhter Temperatur. Außer Ruhe und regelmäßiges Fiebermessen sind hier keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Von Fieber spricht man, wenn das Kind eine Temperatur von 38,5 Grad Celsius hat. Geht es dem Kind sehr schlecht, können hier fiebersenkende Mittel angewendet werden. Ab 39,0 Grad Celsius sollte man dringend entgegenwirken und das Fieber senken.

Darüber hinaus gibt es auch einige Tipps und Hausmittel, die Sie anwenden können, um das Fieber zu senken. Da bei Fieber die Körpertemperatur steigt, verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit. Damit der Mangel ausgeglichen wird, sollte man ausreichend trinken.

Um dem Körper zusätzlich Mineralien zuzuführen, kann auch zu einer Suppe mit Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer oder zu einem isotonischen Getränk gegriffen werden.

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Auch lauwarme oder kalte Wickel und Waschlappen schaffen bei Überhitzung schnell Abhilfe. Kalte Wadenwickel entziehen dem Körper Wärme und können zudem Entzündungen lindern. Schweißtreibende Tees wie Holunder-, Lindenblüte- oder Mädesüßkrauttee wirken fiebersenkend. Durch den heißen Tee fängt der Körper an zu schwitzen. Der Schweiß kühlt den Körper daraufhin ab.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass ihr Kind nicht zu warm eingepackt ist und ziehen sie ihm luftige Kleidung an. Sorgen Sie dafür, dass ihr Kind sich ausruht und große Anstrengungen vermeidet.

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