Sylt Warum hat „Die Rechte“ ihre Demo auf Sylt abgesagt?
Eigentlich wollte „Die Rechte“ am Samstag zeitgleich zum Sylt Open Air und dem Wenningstedter Dorfteichfest demonstrieren. Nun wurde die Demo abgesagt.
Nach zwei Demos aus dem links-anarchistischen Spektrum auf Sylt, hatte sich die Partei „Die Rechte“ für Samstag, 30. Juli, mit einer Demo unter dem Titel „Dauerhafte Beibehaltung des 9-Euro-Tickets - Sylt für alle.“ in Westerland angekündigt. Doch nun die Kehrtwende: „Wir können bestätigen, dass die für den 30.7. angekündigte Versammlung mit Demonstrationszug von „Die Rechte“ inzwischen vom Veranstalter abgesagt wurde“, teilt Dagmar Schulze vom Kreis Nordfriesland mit.
Auf die Frage, warum die Demo abgesagt wurde, verweist Schulze auf den Veranstalter. Hierbei handelt es sich um den mehrfach einschlägig verurteilten Neonazi und Bundesvorsitzenden der Partei, Christian Worch. Eine Anfrage von unserer Redaktion bei Worch blieb bislang unbeantwortet.
Im Vorfeld wurde bereits zu zwei Gegen-Demos aufgerufen: Vom antifaschistischen Bündnis „Schwarz-Rot 1. Mai“ sowie von der SPD Sylt. Letztere wurde als Reaktion auf die abgesagte Nazi-Demo bereits gekippt. Da die „‘Geschäftsgrundlage‘ der Kundgebung „Demokraten gegen Rechts. Wir sind mehr!“ weggefallen ist, haben sich die teilnehmenden Parteien entschlossen, die Kundgebung am Sonnabend von 14.30 bis 16 Uhr auch abzusagen“, teilt Peter Marnitz, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Sylt, shz.de am Montagnachmittag mit. Für die Veranstaltung hätten bereits mehrere Sylter Parteien, darunter die Insulaner oder Bündnis90/Die Grünen ihre Unterstützung zugesagt. „Insgesamt können wir uns gemeinsam freuen, dass wir keine Neonazi-Demo auf unserer Insel ertragen müssen“, so Marnitz weiter.
Ob auch das antifaschistischen Bündnis „Schwarz-Rot 1. Mai“ seine Demo abbläst, ist noch unklar. Eine Anfrage von shz.de blieb bislang unbeantwortet.