Hamburg Pinscher statt Puffmutter: „Layla“ wird umgeschrieben
Der kontroverse Ballermann-Hit „Layla“ kommt auf den Hund: Die Macher des sexistischen Partyschlagers wollen eine familienfreundlichere Variante produzieren.
In diesem Artikel erfährst Du:
„Ich hab ‘nen Wuff und die Hundemama, die heißt Layla“
Es klingt wie ein Scherz: So soll bald der Refrain von „Layla“ klingen. Der umstrittene Partyschlager wird umgeschrieben, wie der Produzent des Liedes, Ikke Hüftgold, RTL sagte.
Aktuell arbeiten DJ Robin und Schürze an einer „Kinderversion“, die im Herbst rauskommen soll.
Nötig wurde die neue Version aufgrund der Debatte um sexistische Textzeilen.
Dabei geht es um folgende Passagen:
Die gefallen auch dem „ZDF“ nicht: Der „Fernsehgarten“ Schürze und DJ Robin für den 31. Juli für die Sonderausgabe „Mallorca vs. Oktoberfest“ eingeladen – fordert allerdings, den Song dafür zu entschärfen.
Wie die „Bild“ berichtet, sollen die „Layla“-Macher gebeten worden sein, den Text zu entschärfen. Heißt: kein Sex, keine Anzüglichkeiten.
Solidarisch mit DJ Robin und Schürze zeigen sich dagegen zahlreiche Kollegen von der mallorquinischen Partymeile Ballermann. Ikke Hüftgold, selber auf den Bühnen des Bierkönigs und Mega Parks bekannt, produzierte den Song „Layla“ und reagiert nun zynisch auf die Kritik.
Den Petitionsaufruf hat Hüftgold noch am Wochenende geteilt:
Mickie Krause sieht in dem Verbot dagegen eine profitable Chance. „Alles, was verboten wird, wird ja irgendwann interessant.“ Dabei verweist er auf seinen Song „Zehn nackte Frisösen“ aus dem Jahr 1999. Durch eine Klage der Friseur-Innung Hamburg sei das Lied erst richtig bekannt geworden und um 20 Plätze in den Charts gestiegen.
So reagiert das Netz auf das „Layla“-Verbot auf manchen Volksfesten:
Rückendeckung bekommen die Protagonisten von „Layla“ auch von Ballermann-Kollege Tobee. „Die Frage ist, ob das überhaupt rechtlich haltbar ist, nur weil einem das Lied nicht passt. 33 Millionen Mal wurde das Lied bei Spotify geklickt“, sagte der Musiker bei „Bild“. „Das ist das, was Deutschland hört, und wenn dann jemand vom Rathaus eingreift, muss man sich fragen, ob es ein Eingriff in das freie Entfaltungsrecht der künstlerischen Tätigkeiten ist.“
Sexismus und deutscher Partyschlager: Das gehört (leider) zusammen.
Das beweisen Songteilen wie diese:
oder
mit Material der dpa