Neuer Edeka-Markt in Marienhafe  Der Weg ist so gut wie frei

| | 12.07.2022 19:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit dem Abriss des alten Toom-Marktes an der Marienhafer Rosenstraße ergeben sich neue Perspektiven auf die Gebäude der IGS. Foto: Thomas Dirks
Seit dem Abriss des alten Toom-Marktes an der Marienhafer Rosenstraße ergeben sich neue Perspektiven auf die Gebäude der IGS. Foto: Thomas Dirks
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Die Fläche für den neuen Edeka-Markt in Marienhafe ist vorbereitet. Damit der Bau beginnen kann, ist aber noch eine entscheidende Hürde zu nehmen.

Marienhafe - Vieles ist vorbereitet: Das frühere Toom-Gelände an der Rosenstraße in Marienhafe ist geräumt, die Fläche planiert. Im Frühjahr waren die Jahrzehnte alten Gebäude nach und nach abgerissen worden (wir berichteten). Damit ist zumindest in dieser Hinsicht der Weg jetzt buchstäblich frei für den geplanten Bau eines neuen Edeka-Marktes. Eine entscheidende Hürde aber gilt es noch zu nehmen: Bei der Edeka-Minden wartet man noch auf die Baugenehmigung. Das teilte Hans Körte, bei Edeka zuständig für Standortsicherung und Expansion, auf Anfrage mit. Das Verfahren laufe. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, sagte Körte. Man wolle und werde so schnell es geht, anfangen. Geplant sei ein Baustart in diesem September. Rund ein Jahr später soll das neue E-Center stehen. „Wir sind guter Dinge, dass das klappt“, so Körte.

Marco (links) und Manfred Kruse präsentierten im Januar die Pläne für ihren neuen Edeka-Markt. Foto: Thomas Dirks
Marco (links) und Manfred Kruse präsentierten im Januar die Pläne für ihren neuen Edeka-Markt. Foto: Thomas Dirks

Um keine Zeit zu verlieren, seien die Gewerke bereits ausgeschrieben worden. Derzeit verhandele man mit Handwerkerfirmen. Möglichst bald sollen die Aufträge vergeben werden. Unterdessen geht es bei der kommunalen Bauleitplanung voran. Laut einer Bekanntmachung der Samtgemeinde Brookmerland liegt der Entwurf für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans ab diesem Donnerstag und bis Mitte im Marienhafer Rathaus öffentlich aus. Die Änderung des Flächennutzungsplans ist notwendig, damit die Gemeinde Marienhafe den vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nummer 0223 „Nahversorgungszentrum Rosenstraße“) beschließen kann. Eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit hatte bereits vom 1. Januar bis 10. Februar dieses Jahres stattgefunden. Damals lagen die Planunterlagen ebenfalls zur Einsicht im Rathaus aus. Ende September vergangenen Jahres hatte die Eigentümerin des Areals an der Rosenstraße und Investorin, die Edeka Minden-Hannover, auf ON-Anfrage bestätigt, dass der bestehende Edeka-Markt (Kruse) auf die bisherige Toom-Fläche verlagert werde.

Filiale der Drogeriekette Rossmann

Dort, wo der frühere Harms-Markt stand, entsteht eine Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann. Die Fläche des bisherigen Edeka-Marktes werde nicht durch die Edeka nachgenutzt. Die übernimmt ein Mitbewerber. Wie berichtet, wird Aldi das Gebäude abreißen und einen Neubau errichten lassen, der einem geplanten Neubau in Moordorf gleicht. Das neue E-Center in Marienhafe wird den Kunden nach Unternehmensangaben auf rund 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche zahlreiche Neuheiten bieten. Dazu gehört beispielsweise eine markteigene Kräuterfarm, eine Saftpresse für frischen Orangensaft und größere Bedientheken für Käse und Fleischwaren. Dort werden künftig auch trockengereifte Fleischprodukte, sogenanntes Dry-Aged-Beef angeboten und auch ein eigener Räucherofen ist geplant.

Nach Fertigstellung des neuen E-Centers soll der alte Edeka-Markt an der Rosenstraße abgerissen werden. Foto: Thomas Dirks
Nach Fertigstellung des neuen E-Centers soll der alte Edeka-Markt an der Rosenstraße abgerissen werden. Foto: Thomas Dirks

Im Vorkassenbereich entsteht eine Backwaren-Bedientheke der Bäckerei Lorenz. Daran angeschlossen sein wird auch ein Café, so die Planer. Außerdem soll es eine Poststelle und eine Lotto-Annahmestelle im neuen Edeka-Markt geben. Auch in Sachen Umweltschutz will sich Edeka in Marienhafe nach eigenen Angaben vorbildlich aufstellen. So sollen die Kühlregale mit CO2 und damit ohne chemische Kühlmittel gekühlt werden. Auf dem Dach planen die Verantwortlichen eine Fotovoltaikanlage. Beleuchtet wird der Markt durch energiesparende LED-Systeme. Im Außenbereich sind Parkplätze für 250 Autos, Grünanlagen und Ladesäulen für Elektroautos und E-Bikes geplant.

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