Sylt  Verwaltung hat genug: Sylt sagt 9-Euro-Chaoten den Kampf an

Nils Leifeld
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Von Nils Leifeld
| 12.07.2022 17:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Sylt hat die Faxen dicke und sagt den 9-Euro-Chaoten am Strand und an der Promenade den Kampf an. Auf Facebook kündigte die Gemeinde an, die Kontrollen in diesen Bereichen auszuweiten.

Müllberge, illegale Feuer, Wildcamper: Die Situation rund um den Strand und die Kurpromenade in Westerland ist bedenklich. Nun hat die Gemeinde Sylt die Faxen dicke und kündigt strengere Kontrollen an.

Via Facebook teilte die Gemeinde am Dienstag mit, die behördlichen Kontrollgänge auszuweiten. „Vom kommenden Mittwoch an wird ein gemeinsames Team vom Sylt Tourismus Service (ISTS), dem Ordnungsamt und der Polizei Kontrollen an der Westerländer Strandpromenade, am Strand und an weiteren Orten durchführen“, hieß es dazu auf Facebook. Die Gemeinde sagt, sie reagiere damit auf eine „steigende Anzahl von Ordnungswidrigkeiten und Verstößen auf der Urlaubsinsel“.

Zuletzt hatte es am Sonnabend, dem Tag der Lindner-Hochzeit, einen großen Polizeieinsatz an der Promenade gegeben. Zuvor hatten Störenfriede in der Friedrichstraße Rauchtöpfe gezündet und mit Böllern geworfen. Laute Parolen gegen die Polizei skandierend zog die rund 15 Mann große Gruppe dann weiter an den Strand, wo sie von der Polizei in die Enge getrieben, später wieder in den Zug gesetzt und zurück aufs Festland gebracht wurde.

Kein Müll, keine Feuer, keine Übernachtungen am Strand: Diese Regeln gelten wie auf vielen anderen Nordseeinseln auch auf Sylt. Ebenso gelten die Pflicht zur Kurabgabe und die Achtung des Hausrechts. Da diese Vorschriften unterschiedliche Zuständigkeiten berühren, komme es zu den gemeinsamen Gängen von ISTS, Ordnungsamt und Polizei, so die Gemeinde.

„Alle haben das gleiche Recht, hierher zu kommen”, sagt Peter Douven, Geschäftsführer der ISTS, „und damit gehen auch gleiche Pflichten einher. Unsere Verantwortung ist, dafür Sorge zu tragen, dass die Spielregeln respektiert werden. Und das tun wir.”

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