Neues Baugebiet in Osteel  „Am Bahnkolk“ nimmt Form an

| | 11.07.2022 18:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Unterhalb der künftigen Zufahrt ins Baugebiet „Am Bahnkolk“ in Osteel werden die Rohre für die Schmutzwasserkanalisation verlegt. Foto: Thomas Dirks
Unterhalb der künftigen Zufahrt ins Baugebiet „Am Bahnkolk“ in Osteel werden die Rohre für die Schmutzwasserkanalisation verlegt. Foto: Thomas Dirks
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In Osteel sind die Bagger angerückt – ein neues Bauland wird erschlossen. Warum das so wichtig für die Gemeinde ist.

Osteel - Viele Bauwillige hatten darauf lange gewartet: In Osteel sind die Bagger angerückt. Im Baugebiet „Am Bahnkolk“ (Nummer 0315) der Gemeinde hat die Erschließung von 13 Grundstücken begonnen. Auf der grünen Wiese werden Tonnen von Mutterboden und Sand bewegt.

Das geplante Bauland nördlich des Kleewegs, für das der Gemeinderat vor einem Jahr den Bebauungsplan verabschiedet hatte, hatte damals für Aufsehen gesorgt. Es war heiß begehrt und zunächst zehnfach überzeichnet. Für die geplanten 13 Grundstücke, die nach früheren Verwaltungsangaben zwischen 641 und 981 Quadratmeter groß sein werden, gab es zeitweise 131 Interessenten.

Nach bestimmten Kriterien vergeben

Vergeben wurden die Bauflächen nach einem Punktesystem. Vergabekriterien waren unter anderem Familienstand, Anzahl der Kinder und soziales Engagement. Ein Quadratmeter Boden sollte 80 Euro kosten. Darin enthalten sind anteilige Erschließungskosten in Höhe von 24,88 Euro, der Vermessungskostenanteil und die Kanalanschlussgebühr. In einem Fall gibt es Rabatt: Käufer, die die Grundstücke für die Dauer von zehn Jahren selbst bewohnen, sollen nur 70,84 Euro pro Quadratmeter zahlen. Gebaut werden muss innerhalb von drei Jahren. Bei Verstößen drohen Vertragsstrafen.

Erschlossen wird das neue Baugebiet vom Alten Postweg aus. Im Haushalt 2021 hatte die Gemeinde dafür rund eine halbe Million Euro eingeplant – finanziert über Kredite. Im vergangenen November hatte die Samtgemeinde Brookmerland die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben und den Auftrag kurz vor Weihnachten an eine Firma aus Ihlow vergeben. Den Wert des Auftrags bezifferte die Verwaltung mit rund 333.000 Euro. Die zu erbringenden Leistungen sind umfangreich: Mehrere Hundert Schmutz- und Regenwasserkanalrohrleitungen sind zu verlegen. 1350 Kubikmeter Bodenaushub sind zu bewegen und aus 675 Kubikmeter Füllsand und 1350 Kubikmeter Mineralgemisch eine Baustraße zu bauen. Außerdem sind mehrere Schächte zu erstellen und ein Regenrückhaltebecken anzulegen. Das ist inzwischen fertiggestellt.

Grundstücksverkauf spült Geld in die Kasse

Ebenfalls zum Umfang der ausgeschriebenen Arbeiten gehört die Erneuerung des Kleewegs. Finanziell lohnt sich die Erschließung des Baulands für die Gemeinde Osteel. Der Verkauf der neuen Grundstücke spült Geld in die Gemeindekasse. Wie Kämmerer Stephan Weers zuletzt in der Ratssitzung im Mai mitteilte, bringt der Grundstücksverkauf 690.000 Euro ein.

Nach Abzug von Erschließungskosten, die an die Samtgemeinde zu zahlen seien, blieben Osteel rund 70.000 Euro, hieß es. Osteel ist eine von drei Brookmerlander Gemeinden, in denen derzeit neues Bauland entsteht. Weitere Grundstücke werden in Upgant-Schott (Sikahammer Fenne, 45 Bauplätze) und in Wirdum (Biesterfeldweg, zwölf Grundstücke) erschlossen.

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