Ostfriesischen Juniorenmeisterschaften Lob kam auf dem Ellernfeld direkt über das Mikrofon
Gute Aktionen wurden bei den Ostfriesischen Juniorenmeisterschaften in Aurich gewürdigt. Der Sieg wurde mit dem Henkelpott belohnt. Warum dennoch einige Teams fehlten.
Aurich - Vor acht Jahren hatte Werner Hoffmann die Idee, für die besten Jugend-Mannschaften der Region ein eigenes Turnier auszurichten. Die Ostfriesische Brandkasse fand den Vorschlag des damaligen Jugendleiters der Sportvereinigung Aurich gut – die „Ostfriesischen Juniorenmeisterschaften waren geboren. In den vergangenen zwei Jahren war die Veranstaltung wegen der Pandemie ausgefallen. Am Wochenende spielten die Jugendfußballer von den G- bis zu den D-Junioren wieder um den großen Henkelpott.
Doch die Auswirkungen der zweijährigen Pause waren auch bei der siebten Ausgabe des Jugendturniers zu spüren. Die Corona-Sommerwelle sorgte für zahlreiche, kurzfristige Absagen. Am Sonnabend fehlten beim Turnier der F-Jugendlichen vier von acht Mannschaften. „Es bestand einfach ein großer Nachholbedarf an Jugendfußball. Das hat dazu geführt, dass nun viele Turniere gleichzeitig stattgefunden haben“, sagte der SpVg-Vorsitzender Hoffmann. Jugendleiter Emanuel Blessin schrieb deshalb am Sonnabend schon die Teilnehmer vom Sonntag an, um sich zu vergewissern, ob sie denn auch die Reise nach Aurich antreten würden. Selbst bei den Veranstaltern gab es Personalmangel. Schirmherr und Landschaftspräsident Rico Mecklenburg musste die offizielle Eröffnung am Sonnabendmorgen krankheitsbedingt absagen.
Kleinsten ohne Schiedsrichter
Der erste Wettbewerb der G-Jugendlichen sorgte bei manchem Zuschauer für Verwunderung. Sonst spielen die Kleinsten im neu geschaffenen Funino-Modus auf vier kleine Tore und ohne Torhüter. Auf dem Ellernfeld spielten die Jüngsten am Sonnabend auf zwei Tore. „Das war der ausdrückliche Wunsch der Brandkasse“, sagte Blessin. Dafür spielten die G-Jugendlichen, genau wie die F-Jugendlichen, ohne Schiedsrichter. Knifflige Situationen sollten die Nachwuchsfußballer selbst regeln. „Das hat auch wunderbar funktioniert“, sagte Blessin. Nur bei den Wettbewerben der Älteren gab es am Sonntag dann Schiedsrichter. Bei sommerlichen Bedingungen holten sich die G-Junioren von Fortuna Veenhusen den riesigen Henkelpott, der auch gewisse Ähnlichkeit mit dem Champions-League-Pokal hat.
SpVg-Vorsitzender Werner Hoffmann war wie in den Vorjahren der Mann am Spielfeldrand mit dem Mikrofon. Das Konzept des Jugendturniers sieht vor, dass einige Aktionen der jungen Fußballer wie im Fernsehen kommentiert und auch gelobt werden. So war auf dem Ellernfeld so manche stolz geschwellte Brust auf dem Fußballfeld zu sehen.
Zufrieden mit dem Ablauf
Am Sonnabendnachmittag waren die F-Jugendlichen an der Reihe. Dort siegten mit großer Dominanz die Jungkicker vom TuS Esens. Bei den E-Junioren ging es am Sonntag dann hochklassig und spannend zu. Die JSG Esens-Dornum hatte am Ende die Nase vorne und durfte sich, wie die anderen Sieger auch, über einen Gutschein für einen Trikotsatz vom Hauptsponsor der Brandkasse freuen. Das abschließende D-Jugend-Turnier am Sonntagnachmittag war dann laut Hoffmann so etwas wie der sportliche Höhepunkt der Veranstaltung. „Die haben schon reife Leistungen gezeigt“, sagte Hoffmann.
Punktgenau mit dem Ende der Siegerehrung öffnete dann der Himmel nach zwei Tagen Sonnenschein seine Schleusen. „Für uns ein perfektes Timing“, so Hoffmann.
Nach der zweijährigen Corona-Pause waren die Organisatoren mehr als zufrieden mit dem Ablauf des Turniers. „Die Wanderpokale können jetzt ein Jahr in den Vitrinen der Siegervereine ausgestellt werden. Bis es im kommenden Jahr wieder um die Ostfriesischen Juniorenmeisterschaft geht“, so Hoffmann.