Trubel in Großefehn  Buntes Treiben beim Familientag des SV Großefehn

Silke Meyer
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Von Silke Meyer
| 03.07.2022 18:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Mit einem Wurfgerät in einer bestimmten Zeit möglichst häufig durch den Ring zu werfen, darum ging es bei der Mitmachstation der Leichtathleten. Fotos: Bernd Wolfenberg
Mit einem Wurfgerät in einer bestimmten Zeit möglichst häufig durch den Ring zu werfen, darum ging es bei der Mitmachstation der Leichtathleten. Fotos: Bernd Wolfenberg
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Der SV Großefehn veranstaltete am Sonnabend einen Familientag mit vielen Mitmachaktionen. Und am Abend ging es um die goldene Ananas.

Großefehn - Was für ein Trubel auf der Sportanlage des SV Großefehn: Der Verein hatte am Sonnabendnachmittag zum Familientag mit Mitmachaktionen und Rahmenprogramm eingeladen. Und viele, viele kamen. Aus allen Altersgruppen. Und viele, viele halfen mit. Schon in Corona-Zeiten, als kaum etwas möglich war, hatte der SV Großefehn mit seinem Jahresplan einiges möglich gemacht und bewegt. Dieser Plan ist erfüllt. Aber damit wollten es die Vereinsverantwortlichen nicht bewenden lassen. Es entwickelte sich das Projekt SV Großefehn 2030. „Wo wollen wir dann sein, haben wir uns gefragt“, sagt Alexander Wiese, Koordinator Fußball im Verein.

Zusammen mit dem Sportlichen Leiter der ersten Fußballmannschaft, Tamme Bölts, und dem stellvertretenden SV-Vorsitzenden Henning Buß organisierten sie als Trio federführend den Familientag. Und holten dafür alle Sparten mit ins Boot. Vor ein paar Jahren richteten die Fußballer schon mal einen ähnlichen Tag aus. „Aber der SV Großefehn ist mehr als Fußball“, sagt Wiese. Bereits im Januar begannen die Verantwortlichen mit den Vorbereitungen für den Familientag. Und noch bis kurz vor Beginn waren sie damit beschäftigt. So fuhr Wiese am Sonnabendvormittag mit einer Kabeltrommel auf dem Fahrrad zur Anlage. Denn ohne Strom geht es nicht. Was aus den Vorbereitungen wurde? Ein beeindruckendes Erlebnis.

Ein Video-Dreh mit vertauschten Stimmen

Über die sozialen Medien hatten die Fehntjer zum Kommen motiviert. Mit Videos, deren Dreh den Teilnehmern schon eine Menge Spaß machte. „Am 2. Juli ist SVG-Familentag. Ich freu mich schon“ - das riefen mit ausgebreiteten Armen die jüngsten und Fußballer im fortgeschrittenen Alter. Nach einem Zusammenschnitt allerdings mit getauschten Stimmen. Aber auch die, die in den sozialen Medien nicht unterwegs sind, vergaßen sie im Vorfeld nicht. Sie riefen sie an. Ältester unter den vielen, die auf dem Gelände zusammenkamen, war der 93-jährige Emil Ahrends.

Die Kinder, aber nicht nur die, hatten ihren Spaß an den Mitmachstationen und dem vielfältigen Drumherum. Mit dem Laufzettel ging es für sie zu sieben Stationen: Tischtennis, Judo, Kinderturnen, Kinder-Kunstturnen, Darts, Leichtathletik und Fußball. Bei der Kinderturnstation zum Beispiel galt es, mit einem Säckchen auf dem Kopf über eine Hütchenreihe erst zu steigen und auf dem Rückweg Slalom zu laufen. Bei der Leichtathletik musste ein indiacaähnliches Spielgerät auf Zeit so oft wie möglich durch Reifen gezielt werden, die an einer Torlatte befestigt waren.

Ein SVG-Frühstücksbrett für die ersten 100

Die, die zu den ersten 100 zählten, die den Laufzettel komplett ausgefüllt abgaben, erhielten ein SVG-Frühstücksbrett. Das hatten die Fehntjer eigens für den Familientag anfertigen lassen. Darüber hinaus hatte jeder mit Abgabe des Laufzettels die Chance, weitere Preise zu gewinnen. Hauptpreis war ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit der Unterschrift von Philipp Lahm, der zweite Preis ein Original-Spielball aus der ersten niederländischen Liga. Zudem hatten die Fehntjer eine Tombola mit rund 500 Preisen organisiert.

Zum Rahmenprogramm gehörten unter anderem eine Hüpfburg, ein Menschenkicker, Schminken. An einer Malwand konnten die Kinder ihre Graffity-Künste beweisen. Unter den Augen eines Meisters seines Fachs, der parallel ein sehenswertes SVG-Graffity sprühte. Bei so viel Aktion fehlte auch die Stärkung nicht. Von Süßem wie Kuchen und frisch gebackenen Waffeln über Gesundes wie Melonen bis hin zu Getränken - die Auswahl war groß. Was dem Orgateam wichtig war: bis 18 Uhr wurde kein Alkohol ausgeschenkt. Das Nachmittagsprogramm endete mit Vorführungen einzelner Sparten des Vereins und einem Wettbewerb Klein gegen Groß. Gesponsert wurde der Familientag von Body-Street und Edeka.

Zum Auftakt spielten 70 Kinder Funino-Turnier

Der Abend gehörte dann den Fußballern, die mit gemischten Mannschaften ein vereinsinternes Turnier spielten. Worum spielen wir sei im Vorfeld die Frage aufgekommen, so Wiese. Um die goldene Ananas hieß es dann. Die Fehntjer machten daraus ein Gesagt-Getan, besorgten eine Ananas und verpassten ihr ein goldenes Aussehen.

Zum Auftakt des Familientages hatte Bölts, der die Jüngsten im Verein trainiert, ein Funino-Turnier organisiert. Rund 70 Kinder, begleitet von etlichen Familienangehörigen, sorgten schon da für Trubel auf dem Gelände. Nahtlos ging es zum eigentlichen Familientag über. Auf eine offizielle Eröffnung hatten die Fehntjer verzichtet. Einen offiziellen Anstrich bekam der Tag aber trotzdem. Winfried Neumann, Vorsitzender des Fußballkreises Ostfriesland, und Alwin Harberts, stellvertretender Vorsitzender, ehrten Erwin Bohlen für die Aufnahme in den Club 100, eine Anerkennung für das Ehrenamt, und Michael Kortmann für sein Engagement und brachten als Geschenk zwei Kleinfeldtore mit.

Da auch noch das Wetter mitspielte konnte das Fazit nur positiv ausfallen. „Wir haben zwar viel Energie reingesteckt. Wir haben aber auch viel Spaß gehabt“, sagte Wiese.

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