Hamburg  Grafik zeigt: So unbeliebt ist Carsharing bei deutschen Autofahrern

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 03.07.2022 17:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Von den insgesamt gut 30.000 Carsharing-Autos in Deutschland waren zu Jahresbeginn gut 23 Prozent elektrisch. Foto: imago images/Michael Gstettenbauer
Von den insgesamt gut 30.000 Carsharing-Autos in Deutschland waren zu Jahresbeginn gut 23 Prozent elektrisch. Foto: imago images/Michael Gstettenbauer
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Carsharing ist bei deutschen Autofahrern offenbar ziemlich unbeliebt. Während die Angebote in anderen Ländern boomen, besteht in Deutschland Aufholbedarf.

Bei der Nutzung von Carsharing-Angeboten ist in Deutschland noch deutlich Luft nach oben. Ein Länder-Vergleich identifiziert deutsche Autofahrer als extreme Muffel, wenn es um das Teilen von Pkw geht. Woran das liegen könnte.

Während in Ländern wie Indien, Südafrika und Pakistan Carsharing-Angebote boomen, sind deutsche Autofahrer äußerst zurückhaltend. Das ergab eine Auswertung des Portals „Statista“. Demnach machten in den vergangenen zwölf Monaten gerade einmal sechs Prozent der Befragten in Deutschland über eine Webseite oder App davon Gebrauch. Der niedrige Zustimmungswert lag im Länder-Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt.

Möglicherweise könnte der höhere Anteil von Carsharing-Nutzern in Südafrika und Indien daran liegen, dass dort weniger Menschen einen eigenen Pkw besitzen als etwa in Deutschland. Allerdings kamen auch andere westliche Länder wie beispielsweise Australien (14 Prozent) und die USA (12 Prozent) auf höhere Nutzungszahlen.

Anders fiel das Fazit des Bundesverbands CarSharing aus. Demnach waren nach aktuellen Zahlen in Deutschland Anfang des Jahres knapp 3,4 Millionen Fahrberechtigte für ein Carsharing-Angebot registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt war das ein Plus von 18 Prozent. Von den insgesamt gut 30.000 Carsharing-Autos waren zu Jahresbeginn gut 23 Prozent elektrisch – in der gesamten Pkw-Flotte in Deutschland waren es lediglich rund zwei Prozent.

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"CarSharing führt zur Abschaffung privater Pkw und fördert die Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad", erklärte Geschäftsführer Gunnar Nehrke. Der Zuwachs bei Nutzern und Standorten sei deshalb "auch eine gute Nachricht für die Verkehrswende und den Klimaschutz in Deutschland".

Insgesamt gibt es dem Verband zufolge aktuell in 935 deutschen Städten und Gemeinden ein Car-Sharing-Angebot. Im Vergleich zum Vorjahr kamen somit 80 Kommunen neu hinzu. Auch kleinere Orte verfügen immer häufiger über Carsharing: In insgesamt 772 Orten mit weniger als 50.000 Einwohnern konnten sich Kunden ein Auto zur spontanen Nutzung anmieten.

Mit Material von afp

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