Unangemeldete Anreise  Flüchtlinge mussten Norden wieder verlassen

| | 29.06.2022 13:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In der Flüchtlingsunterkunft Utlandshörn war kein Platz mehr für die unangemeldeten Flüchtlinge. Foto: Landkreis Aurich
In der Flüchtlingsunterkunft Utlandshörn war kein Platz mehr für die unangemeldeten Flüchtlinge. Foto: Landkreis Aurich
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Fast 130 Flüchtlinge aus der Ukraine sind in den vergangenen Tagen am Norder Bahnhof angekommen. Der Landkreis schickte sie nach Hannover-Laatzen zur Landesaufnahmebehörde.

Norden - Fast 130 unangemeldete Flüchtlinge aus der Ukraine sind in den vergangenen Tagen mit dem Zug am Norder Bahnhof angekommen. Sie hofften darauf, eine Unterkunft in Utlandshörn zu bekommen. Doch dort ist kein Platz.

Passanten verständigten am Dienstag um kurz nach halb zehn die Polizei, mit dem Hinweis, dass sich 50 Personen am Bahnhof befinden, die sich nicht verständigen können, bestätigte Polizei-Sprecherin Wiebke Baden den Einsatz. Die Beamten rückten daraufhin zur Unterstützung an.

Kreis kann nicht mehr Flüchtlinge unterbringen

Das Problem: Der Landkreis Aurich kann die unangemeldeten Flüchtlinge nicht unterbringen. Wie der Landkreis Aurich bestätigte, sind am Montag über Tag 29 Personen und weitere 24 Personen in der Nacht zu Dienstag angereist. Am Bahnhof Norden waren dann Dienstagvormittag etwa 50 weitere Personen eigenständig angereist, um ebenfalls in Utlandshörn Zuflucht zu finden. In der Nacht zu Mittwoch waren weitere 26 Flüchtlinge in Norden angekommen, wie der Leiter des Ordnungsamtes des Landkreises, Marcel Schäfer, unserer Zeitung sagte.

Der Landkreis muss aber ohnehin in dieser Woche etwa 50 Flüchtlinge in Utlandshörn aufnehmen, die das Land dem Kreis zugewiesen hat. Hätte der Landkreis nun die unangemeldeten Menschen aufgenommen, wäre für die zugewiesenen Flüchtlinge kein Platz mehr in der Unterkunft am Deich gewesen, hieß es vom Kreis.

Es fehlen rund 250 Wohnungen

Deshalb wurde in Absprache mit der Landesaufnahmebehörde beschlossen, die Menschen aus Norden nach Hannover-Laatzen zur Landesaufnahmebehörde zu schicken, damit sie sich dort registrieren können und dann im Verteilverfahren eine Unterkunft zugewiesen bekommen. Darüber wurden die Flüchtlinge am Dienstag informiert. Die Flüchtlinge waren laut Kreis bereit, nach Hannover zu reisen. Vergleichbare Situationen sind laut Landkreis bislang nicht vorgekommen.Es fehlen zurzeit rund 250 WohnungenFür den Landkreis Aurich wird es zunehmend schwieriger Flüchtlinge in der Region unterzubringen. Wie der Kreis vergangene Woche mitteilte, fehlen zurzeit fast 250 Wohnungen, um Flüchtlinge unterzubringen. Deshalb muss die Erstaufnahme in Utlandshörn zur Dauerunterkunft umgewandelt werden.

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